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Schwedische Unternehmer fliehen ins Steuerparadies Österreich

Publicerat tisdag 18 april 2006 kl 12.30
Weniger die malerische Landschaft als Steuerschlupflöcher locken nach Österreich

Der schwedische Fiskus versucht Steuerschlupflöcher zu stopfen so gut es geht. Gleichzeitig ist das Bestreben der Schweden weniger zu zahlen anscheinend noch nie so gross gewesen wie jetzt. So hat die Steuerbehörde jüngst ausgrechnet, dass ihr jährlich umgerechnet rund 500 Millionen Euro durch die Lappen gehen, weil das Doppelbesteuerungsabkommen mit Österreich einen Fehler aufweist.

Immer mehr schwedische Unternehmensbesitzer ziehen – kurz bevor sie ihr Unternehmen verkaufen – nach Österreich. Das tun sie nicht der schönen Berge wegen, sondern weil sie dann die Steuer auf den Veräusserungsgewinn nicht bezahlen müssen. Bei den Millionenbeträgen, um die es meist bei Unternehmensverkäufen geht, handelt es sich um hunderte von Millionen, die auf diese Art dem schwedischen Fiskus pro Jahr entgehen.

Möglich macht dies ein Steuerabkommen mit Österreich, das ein solches Vorgehen nicht berücksichtigt. Das bestätigt auch der Unternehmensberater Fredrik Sannefeldt: „Den schwedischen Behörden fällt es schwer, zu beweisen, dass man eigentlich nicht umgezogen ist, wenn die österreichischen Kollegen das Gegenteil behaupten“, meint Sannefelt und deutet damit an, dass der Umzug nach Österreich häufig nur auf dem Papier stattfindet.

Umzüge um 40 Prozent zugenommen

Das Steuerschlupfloch scheint unterdessen nicht wenigen entgangen zu sein. Allein im letzen Jahr hat der Umzug von Schweden nach Österreich um 40 Prozent zugenommen. Der schwedische Fiskus hatte meist das Nachsehen, wie auch der Leiter der juristischen Abteilung bei den Steuerbehörden, Björne Sjökvist bestätigt. Gleichzeitig warnt er jedoch vor allzuviel Freizügigkeit: „Man darf nicht glauben, dass dies in allen Situationen gut geht. Völlig sichere Schlupflöcher gibt’s nicht,“ meint Sjökvist und deutet damit auf eventuelle Risiken hin.

Falls der Steuerflüchtling nämlich zu früh wieder zurück nach Schweden zieht, oder es versäumt, sein Zuhause in Schweden zu verkaufen, können die Steuerbehörden geltend machen, dass es sich hier um eine illegale Steuerflucht handelt und Steuern sowie eine Strafe kassieren.

Dieter Weiand

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