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Menschenhandel wachsendes Problem

Publicerat tisdag 18 april 2006 kl 15.11

Der Menschenhandel greift auch in Schweden immer weiter um sich, die Behörden schauen machtlos zu. Mit immer ausgefeilteren Methoden liegen die Schmugglerligen Polizei und Grenzschutz meilenweit voraus. Schwedische und europäische Gesetze sind zu zahnlos, um Einhalt zu gebieten. Auch an der effektiven Zusammenarbeit zwischen den Ländern hapert es noch. Grösstes Problem bilden derzeit chinesische Kinder. Rund 100 von ihnen gelten in Schweden bereits als spurlos verschwunden.

Ihre Ausrüstung war immer dieselbe: neue Kleidung, Rucksäcke, Handys und bis zu 1.000 Euro in bar. Und auch die Geschichten der chinesischen Jugendlichen lauteten immer gleich: Entweder waren die Eltern gestorben oder sie sassen im Gefängnis, weil sie Aktivisten der Falun-Gong-Bewegung waren. Deshalb suchten die Kinder und Jugendlichen Asyl in Schweden. Das geschah im vergangenen Jahr 104 Mal. Von 97 der chinesischen Kinder fehlt inzwischen jede Spur.

Behörden halten es für wahrscheinlich, dass die Chinesen mit Hilfe falscher Pässe längst in einem anderen europäischen Land untergetaucht sind. Für Schweden interessieren sich Schmugglerligen vor allem als Transitland, also um überhaupt Eintritt ins Schengengebiet zu bekommen.

Erfolgreiche Festnahme

Dem Menschenschmuggel mit chinesischen Kindern und Jugendlichen kam die schwedische Polizei erst im vergangenen November auf die Schliche. Nach der Razzia in einer Privatwohnung hörten die Asylanträge allein reisender Minderjähriger schlagartig auf. Nun müssen sich eine 31-jährige Restaurantbesitzerin und ein 44-jähriger Mitarbeiter vor dem Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft will in mindestens zehn Fällen Beweise dafür haben, dass die Angeklagten massgeblich am Verschwinden der Kinder beteiligt sind. Weiter geht die Anklage davon aus, dass die Beschuldigten nicht auf eigene Faust gehandelt haben, sondern Komplizen in China, Schweden und Europa haben.

Schmugglerbanden immer zehn Schritte voraus

Bei der Kontaktpflege und dem Aufbau von Netzwerken liegen die Schmugglerbanden den Behörden oft weit voraus. Nachfragen der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ bei den Justizbehörden einiger europäischer Länder zeigen unmissverständlich auf diese Kluft hin: So existieren beispielsweise keine verlässlichen Zahlen über Verdachtsfälle von geschmuggelten Kindern aus China. Lediglich Vermutungen stützen die Annahme der Behörden, dass ins Land geschleuste Kinder sowohl zu harter Arbeit als auch zu Prostitution gezwungen werden.

Nach der Festnahme der zwei Hauptverdächtigen im schwedischen Fall von Menschenhandel steht fest, dass die Zusammenarbeit der Behörden europaweit stark verbessert muss. Sonst steht zu befürchten, dass es bei einzelnen Anklagen bleibt, die organisierten Schmugglerbanden jedoch auf lange Sicht ungeschoren davon kommen.

Liv Heidbüchel

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