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Integration besser als ihr Ruf

Publicerat onsdag 19 april 2006 kl 17.09

Die schwedische Einwanderungspolitik ist besser als ihr Ruf. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung des Staatlichen Amtes für Integration. So ist der Beschäftigungsgrad von Einwanderern in Schweden vergleichsweise hoch. Dennoch bleibt viel zu tun, räumte heute der Chef des Amtes, Andreas Carlgren, ein.

Die Integration von Einwanderern ist derzeit das allergrösste gesellschaftliche Problem hier zu Lande. Wie Radio Schweden am Dienstag berichtete, ist die Mehrzahl der Wähler dieser Meinung. Doch das Bild vom hoffnungslosen Fall Integration ist falsch, heisst es nun in der aktuellen Studie. Darin beruft man sich unter anderem auf Statistiken der Organisation für Wirtschaftsentwicklung OECD, wonach immerhin 64 Prozent der hiesigen Einwanderer einen Job haben. Damit liegt Schweden vor sämtlichen skandinavischen wie auch vor den meisten europäischen Ländern. Lediglich in Kanada, Portugal und der Schweiz sind mehr Einwanderer in Arbeit.

Dass es in den meisten anderen Ländern noch schlechter aussieht, ist gleichwohl kein Beleg für schwedische Vortrefflichkeit. Wenn die Erwerbsquote bei Einwanderern hier immerhin 17 Prozent niedriger liegt als bei den im Lande Geborenen, muss das laut Andreas Carlgren zu denken geben:

„Menschen kommen mit grossen Träumen hierher und können diese Träume nicht verwirklichen – das ist nicht zuletzt töricht aus der Sicht Schwedens. Viele dieser Menschen haben Hochschulbildung. Beim Anteil hoch ausgebildeter Einwanderer übertrifft Schweden Kanada und Australien. Dort holt man Ausländer mit Hochschulbildung gezielt ins Land, hier bekommen wir sie sozusagen auf dem Tablett serviert und machen nichts daraus“, so der Chef des Integrations-Amtes im Gespräch mit dem Schwedischen Rundfunk. Nach wie vor gebe es in Schweden allzu viele Wartezimmer, in denen aus dem Tatendrang der Neuankömmlinge Resignation werde, findet er.

„Unser Amt muss sich systematisch diese Wartezimmer vornehmen und schliessen. Zum Beispiel müssen spezielle Möglichkeiten geschaffen werden, um Hochschulabsolventen rasch ins Arbeitsleben zu schleusen. Und wir müssen darauf achten, dass zum Beispiel Versicherung und Arbeitsvermittlung die Leute nicht nur von einem Warteraum zum nächsten schicken.“

Doch bislang also ist für den iranischen Dozenten, der nach Schweden kommt, die Arbeit an der Uni die absolute Ausnahme und der Job als Taxifahrer die Regel – so er überhaupt Arbeit bekommt. Dass die allermeisten Einwanderer in Niedriglohn-Jobs beschäftigt sind, belegte an diesem Mittwoch ein weiterer Bericht, den der Gewerkschafts-Dachverband LO vorlegte. Demnach verdienen Einwanderer monatlich im Durchschnitt 200 Euro weniger als „richtige“ Schweden.
Anne Rentzsch

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