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Mehr Jobs für Jugendliche?

Publicerat fredag 21 april 2006 kl 13.21

Ein halbes Jahr vor den schwedischen Reichstagswahlen kann die sozialdemokratische Regierung zwar im Wirtschaftsbereich eine Reihe erfreulicher Zahlen vorweisen; ein grosses Problem bleibt aber die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Elf Prozent der 16- bis 24-Jährigen sind offiziell arbeitslos. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs – so werden diejenigen, die beispielsweise diverse Kurse absolvieren, nicht mitgezählt. Nun hat die Zentrumspartei einen Vorschlag zur Güte präsentiert: Wer einem arbeitslosen jungen Menschen zu einem Job verhilft, soll belohnt werden.

Der neue Vorschlag aus dem bürgerlichen Lager hat kein schwedisches Copyright. Ursprünglich kommt die Idee aus den Niederlanden, und dort ist sie recht erfolgreich umgesetzt worden. Was also, fragt die Chefin der Zentrumspartei Maud Olofsson, spricht nun gegen einen Versuch in Schweden? Eines jedenfalls sei klar: um junge Menschen in Arbeit zu bringen, müssten neue Rezepte her.

“Die Jugendlichen haben nun mal keine persönlichen Kontakte; übers Bewerbungsschreiben bekommt nur ein Bruchteil von ihnen einen Job. Es muss darum gehen, dass sie die nötigen Kontakte bekommen, sei das über die Gewerkschaft, über ideelle Vereinigungen oder Privatunternehmen. Und wenn diese Partner ihnen dann Jobs vermitteln können, werden sie dafür finanziell entschädigt“, beschreibt Olofsson das Modell, das nebenher auch den herkömmlichen Arbeitsvermittlungen Konkurrenz bieten und etwas Bewegung in das teils dröge System bringen soll.

Das Thema Jugendarbeitslosigkeit steht weit oben auf der Agenda der bürgerlichen Opposition; und besonders engagiert hat sich just die Zentrumspartei. Dabei hat man aufmerksam die Erfahrungen der europäischen Nachbarn studiert, diesmal also die der Niederländer, die innerhalb der EU bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit als Musterschüler gelten. Zuvor hatte das Zentrum nach Frankreich geschaut: Der Vorschlag nach gelockertem Kündigungsschutz für Jugendliche nach französischem Modell stiess allerdings auf wenig Gegenliebe; die Fernsehbilder von den landesweiten französischen Protesten just gegen eben jenes Gesetz waren da keine sonderlich gute Werbung.

Nun also stellt man das Bonussystem für Job-Beschaffer zur Diskussion. Wie hoch eine eventuelle Belohnung von Seiten des Staates sein könnte, darüber will die Partei in Kürze präzisere Vorstellungen formulieren. Vorerst fordert Maud Olofsson zumal von der Regierungspartei, das Problem Jugendarbeitslosigkeit als solches anzuerkennen:
“Ich halte es für sehr bedenklich, dass man das demokratische Gespräch nicht nutzt, um die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen zu diskutieren. Mit 146 000 jungen Arbeitslosen mitten in einer Hochkonjunktur müssen wir neue Lösungen testen.“

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