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Behördenstreit über Genraps

Publicerat onsdag 26 april 2006 kl 15.05
Naturbelassen oder genverändert?

In welchem Umfang soll man den Anbau von genveränderten Pflanzen zulassen? Über diese Frage ist nun ein Streit zwischen dem Zentralamt für Landwirtschaft und der Naturschutzbehörde entbrannt. Während das Landwirtschaftsamt demnächst neue Feldversuche mit genetisch verändertem Raps erlauben will, fordert die Naturschutzbehörde strengere Auflagen. Denn noch immer fehlen Studien über mögliche Langzeitauswirkungen.

Die Fakten – soweit bekannt – sind klar: Aus dem Samen von genverändertem Raps lässt sich mehr Rapsöl produzieren als aus naturbelassenem Raps. Gleichzeitig ist nicht genau erforscht, welche Folgen das Verändern der Rapsgene für das ökologische System hat. Diese beiden Tatsachen gilt es nun, gegeneinander abzuwägen. Für Mette Svejgaard von der Naturschutzbehörde ist die Antwort eindeutig:

„Unserer Meinung nach besteht die Gefahr, dass sich genveränderter Raps mit anderen Rapsarten vermischt. Die Pollen verbreiten sich sehr weiträumig, meist über Insekten. Wir wissen heute zu wenig über mögliche Auswirkungen. Deswegen ist es wichtig, langfristige Untersuchungen durchzuführen.“

Pflicht zur Dokumentation 

Ginge es nach der Naturschutzbehörde und dem staatlichen Beauftragten für Gentechnik, dann werden solche Langzeitstudien zur Pflicht. Raps und andere Pflanzenarten dürfte nur unter der Auflage gentechnisch verändert werden, dass dies durch eine wissenschaftliche Untersuchung begleitet wird. Doch derlei Auflagen sind mit Mehrkosten für die Betreiber verbunden und Schwedens Landwirte leben bereits ohnehin zu einem grossen Teil von Subventionen. Entsprechend steht Staffan Eklöf vom Zentralamt für Landwirtschaft den Forderungen nach obligatorischen Begleittests skeptisch gegenüber:

„Auch wir befürworten Studien. Es müssen aber speziell angelegte Studien sein, die nicht rein stichpunktartig an die Sache herangehen. Einzelne Studien haben wir schon durchgeführt, aber keine zur Verbreitung von genverändertem Raps.“

Unkontrollierte Weiterverbreitung

Dabei hätte das längst geschehen müssen, meint Mette Svejgaard von der Naturschutzbehörde. Denn im Gegensatz zu anderen Pflanzen wie Mais lässt sich Raps sehr leicht mit Wildgewächsen kreuzen. Eine unkontrollierte Weiterverbreitung genveränderten Materials sei die Folge, warnt Svejgaard:

„Es ist notwendig, Vorsicht walten zu lassen. Denn etwaige Auswirkungen können erst sehr spät eintreten. Und dann ist es womöglich schon zu spät. Parallel zum Ausbau der Genbehandlung muss ebenso das Wissen über die Effekte für die Umwelt ausgebaut werden.“

Beschluss so gut wie gefasst 

Gleichwohl werden die Stimmen der Kritiker kaum Gehör finden. Presseberichten zufolge plant das Zentralamt für Landwirtschaft, die genetische Veränderung von Raps zunächst bis 2010 zuzulassen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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