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Streitkräfte verschrotten Flugzeuge

Publicerat onsdag 26 april 2006 kl 16.15

Die schwedischen Streitkräfte müssen weiter sparen. Einer der Bereiche, in denen der Rotstift angesetzt wird, ist der Flugzeug-Bestand. Rund 70 Kampfflugzeuge im Wert von zwei Milliarden Euro müssen verkauft oder  - im schlimmsten Fall - verschrottet werden.

Die Streitkräfte gehen nach ihrer Ankündigung, zwei Milliarden Euro Steuergelder zu verschrotten, in Verteidigungsstellung: Diese Einsparung sei eine Reaktion auf politische Entscheidungen, versichert Produktionschef Mats Nilsson.

„Gut möglich, dass wir die Flugzeuge verschrotten müssen. Das haben wir in den letzten Jahren schon mit beträchtlichen Mengen Material gemacht. Sachen, die wir nicht mehr brauchen, und die längerfristig nicht funktionell sind, werden aus Gründen der Kostenersparnis vernichtet. Es ist billiger die Sachen wegzuwerfen als sie irgendwo zu lagern.“

Die politischen Richtlinien sind deutlich: Bei den Streitkräften muss gespart werden. Wie das geschehen soll, hat das Militär selbst vorzuschlagen. Und einer der Vorschläge ist also, ältere Flugzeugmodelle vom Typ JAS-39-Gripen abzuschaffen. Nur die neueren Modelle dieses Typs, die, die auch Tschechien und Ungarn gekauft haben, will die Luftwaffe behalten.

Kapitalzerstörung
Die Verschrottung von 2 Milliarden Euro Steuergeldern jedoch empört auch Politiker. Lars Ångström, Verteidigungsexperte bei der Umweltpartei ist empört: „Das ist ungeheuer viel Geld! Das entspricht enormen Summen für die Kranken- und Altenpflege, das Schulwesen oder wo wir sonst mehr Mittel ausgeben möchten. Da sind grotesk falsche Prioritäten gesetzt worden“, urteilt Ångström.

Dabei hat gerade seine Partei, die Grünen, als einzige mit den regierenden Sozialdemokraten im vergangenen Herbst die entsprechenden Einsparungen bei den Streitkräften im Parlament durchgedrückt. Aber Ångström findet, dass der Fehler woanders liegt: „Diese alten JAS-Flugzeuge sind in den Neunzigerjahren angeschafft worden“, sagt er. „Damals haben wir nicht für den Verteidigungshaushalt gestimmt. Heute wäre so was unmöglich.“

Politische Verantwortung
Damals war Lars Ångström Vorsitzender der angesehenen Friedensorganisation Svenska Freds, heute in seiner Rolle als Parlamentarier der Grünen fordert er, dass die politische Verantwortung für den Kauf der Flugzeuge festgestellt wird.

Der Steuerzahler kann da nur hoffen, dass die alten Flugzeuge noch verkauft werden können und der Schaden nicht ganz so gross wird. Die liberale Partei schlägt die baltischen Staaten als potentiele Abnehmer vor.

Sybille Neveling

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