Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Übergangsregeln überflüssig

Publicerat torsdag 27 april 2006 kl 13.21

Die schwedischen Behörden zahlen nur wenig Beihilfen an Bürger der zehn neuen EU-Staaten. Von dem befürchteten Ansturm arbeitsloser Menschen, die in Skandinavien ein Recht auf Sozialleistungen geltend machen, kann keine Rede sein.

Frische Zahlen von verschiedenen Behörden bringen es an den Tag. Ob Kindergeld, Erziehungsgeld, Arbeitslosengeld oder Beihilfen für Existenzgründer – Angehörige der neuen EU-Länder nehmen nur wenige Sozialleistungen vom schwedischen Staat in Anspruch.

Böse Vorahnungen
Als die EU vor zwei Jahren zehn neue Mitgliedsländer bekam, wurden auch in Schweden Befürchtungen laut, dass mittellose Arbeitssuchende in Scharen aus den neuen EU-Ländern anreisen könnten, um das schwedische Sozialsystem auszunutzen. Ministerpräsident Göran Persson wollte Übergangsregeln einführen: „Wir könnten sonst den Missbrauch unserer Sozialleistungen erleben. Das wollen wir nicht. Und in dieser Hinsicht dürfen wir nicht naiv sein“, sagte er damals.

Die vorgeschlagenen Übergangsregeln scheiterten im Parlament, in Schweden herrscht Freizügigkeit für den Zuzug von Arbeitskraft. So wie sonst nur in Grossbritannien und Irland. Und die schwedische Statistik beweist, dass Übergangsregeln bisher nicht nötig waren. Die Arbeitnehmer, die aus den neuen EU-Staaten gekommen sind, haben ihre Familie daheim gelassen. Von Kinder-, Erziehungs- und Wohngeld und Studienbeihilfen kann also keine Rede sein. In ganz Schweden sind im Januar und Februar Sozialleistungen in Höhe von umgerechnet gerade mal 40 000 Euro von der entsprechenden Behörde an neue EU-Bürger ausbezahlt worden. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist dabei äusserst gering.

Wenig Existenzgründer
Die Zahl der Arbeitnehmer, die jetzt nicht in Schweden wohnhaft sind, aber vorher hier einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erarbeitet haben, lässt sich an den Fingern abzählen: einer aus Zypern, ein Finne, drei Polen, zwei Tschechen und ein Ungar. Insgesamt acht Personen also.

Auch als Existenzgründer scheinen Bürger aus den neuen EU-Staaten schwedischen Firmen nicht die befürchtete Konkurrenz zu machen. Die Zahl der Unternehmer, die im Ausland wohnen und hier eine Firma angemeldet haben, ist rückläufig.

Sybille Neveling

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".