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Massive Kritik an Arbeitsagentur

Publicerat torsdag 27 april 2006 kl 14.18

Seit langem steht Schwedens Arbeitsagentur in der Kritik. Zu langsam, zu unorganisiert, zu ineffektiv – so der wiederholte Vorwurf. Nun stimmt sogar die übergeordnete Kontrollbehörde in diesen Chor mit ein. Gerade mal ein Prozent Erfolgsquote sei zu wenig. Verbesserungsvorschläge liegen zwar bereits auf dem Tisch. Doch vor der Wahl im Herbst wird sich nichts ändern.

Arbeitslosigkeit ist ohnehin schon das Thema Nummer eins im anbrechenden Wahlkampf. Da kommt die jüngste Kritik von Seiten der staatlichen Kontrollkommission gerade recht. Bei gerade mal einem Prozent liegt demzufolge die Erfolgsquote bei der Vermittlung von Arbeitslosen. Doch Lasse Sjöström, stellvertretender Generaldirektor des Arbeitsamts, hält diese Zahl für unerheblich. Sein Amt tue das Menschenmögliche und das reiche eben nicht immer aus, verteidigt sich Sjöström:

„Es ist nicht möglich, alle im gleichen Umfang persönlich zu unterstützen. Stattdessen bauen wir zum Beispiel unseren telefonischen Kundendienst aus, der 82 Stunden in der Woche erreichbar ist. Zudem erweitern wir das Serviceangebot auf unserer Internetseite, wo sich die Kunden soviel wie möglich selbst helfen können.“

Zu viel über neue Dienste abgewickelt 

Aber von den offiziell 4,6 Prozent Arbeitslosen in Schweden ist die Mehrzahl offensichtlich weiterhin auf das persönliche Beratungsgespräch angewiesen. Denn oftmals gestalten sich die Einzelfälle komplizierter, als es das elektronische Selbstbedienungssystem zulässt. Da bleiben in einem Land, in dem immer mehr Dienste über Telefon und Internet abgewickelt werden, etliche Menschen auf der Strecke, kritisiert Bo Jangenäs. Er ist Generaldirektor jener Kontrollbehörde, die nun scharfe Kritik an der Leistung der Arbeitsagentur übt:

„Die schwedische Arbeitsvermittlung ist Weltspitze, was Selbstbedienungsdienste wie Telefon und Internet anbelangt. Das zu einem gewissen Anteil zwar gut, aber der persönlich angepasste Service ist mindestens ebenso wichtig für grosse Gruppen Arbeitsloser.“

Mangelnde Konkurrenz

Für die bürgerliche Opposition ist der Fall bereits klar: Dem derzeitigen System der Arbeitsvermittlung fehle die Konkurrenz. Würde man private Jobagenturen in grösserem Umfang zulassen wie in Grossbritannien oder in Ansätzen in Deutschland, könnten mehr Arbeitslose in Lohn und Brot gebracht und die Kosten für den Staat gleichsam verringert werden.

Dem widerspricht die sozialdemokratische Minderheitsregierung. Ihrer Ansicht nach funktioniert kein System so effizient wie die staatliche Arbeitsagentur, die flächendeckend arbeitet – auch wenn die lediglich ein Prozent der Arbeitssuchenden vermitteln kann.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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