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Vattenfall setzt auf Niedrigpreisgarantie

Publicerat fredag 28 april 2006 kl 14.23

Erst gestern legte der staatliche Stromkonzern Vattenfall sein bestes Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte vor, schon strebt man nach Höherem: Die Einführung einer Niedrigpreisgarantie. Kurzfristig erwartet Vattenfall zwar Verluste. Auf lange Sicht jedoch will der Konzern seinen Marktanteil verdoppeln. Während sich treue Kunden schon freuen, befürchten die kleineren Stromunternehmen, bald im Abseits zu landen. 

Grösste Überraschung bei der gestrigen Hauptversammlung in Stockholm dürften die ungeladenen deutschen Gäste gewesen sein: Umweltaktivisten liessen ein Banner vom Versammlungslokal herab mit der Aufschrift: „Schmutzige Energie hat einen Namen: Vattenfall“. Das für den Stromriesen überaus erfreuliche Gewinnplus um 37 Prozent geht vor allem auf das Geschäft mit der Braunkohle in Deutschland sowie auf die hohen deutschen Strompreise zurück.

In Schweden gilt das staatliche Unternehmen als ein Energieversorger, der die Preise in die Höhe treibt. Nun macht Vattenfall-Chef Lars G Josefsson einen Schritt auf die schwedischen Kunden zu: Eine Niedrigpreisgarantie für treue Kunden, das heisst solche, die sich auf mindestens drei Jahre bei Vattenfall festlegen.

„Kann man bei Vertragsabschluss einen günstigeren Anbieter vorweisen, passen wir unsere Preise an. Wenn die Strompreise insgesamt fallen, kann der Kunde eine Vertragsänderung erwirken und einen neuen Dreijahresvertrag zum günstigeren Preis abschliessen. Die administrativen Kosten trägt selbstverständlich der Kunde.“

Ziel: Verdoppelung des Marktanteils

Mit diesem Angebot will Vattenfall 700.000 neue Kunden werben. Das wäre eine Verdoppelung des heutigen Marktanteils. Zuletzt einen Tag vor der Vollversammlung hatte Wirtschaftsminister Thomas Östros erneut eine entsprechende Niedrigpreisgarantie vorgeschlagen. Einen direkten Zusammenhang mit dem Entschluss weist Konzernchef Josefsson jedoch von sich.

Für Vattenfall bringe die Einführung einer Niedrigpreisgarantie sicherlich kurzfristig Verluste mit sich, heisst es aus dem Konzern. Den anderen Stromanbietern auf dem Markt geht es jedoch vor allem langfristig an den Kragen. Johann Öhnell, Direktor des Unternehmens Telge Energie, ist besorgt:

„Wir Herausforderer Vattenfalls werden keine Möglichkeit haben, uns auf dem Markt zu halten.“

„Konkurrenten leicht aus dem Rennen”

Die fortschreitende Monopolisierung auf dem schwedischen Strommarkt beunruhigt auch den Generaldirektor des Staatlichen Amts für Wettbewerbsfragen, Clas Norgren:

„Das Problem ist, dass dominierende Akteure ihre Preise für den Endkunden senken und dies mit einer Preiserhöhung gegenüber den Grossisten kompensieren. Damit sind Konkurrenten leicht aus dem Rennen.“ 

Ministerpräsident Göran Persson lobte indes Vattenfall für die Einführung der Niedrigpreisgarantie, mahnte aber gleichzeitig, Vattenfall könne noch viel mehr tun.

Liv Heidbüchel

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