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Mutmassliche islamistische Terroristen vor Gericht

Publicerat onsdag 3 maj 2006 kl 13.07

Auch in Schweden müssen sich nun mutmassliche islamistische Terroristen vor dem Gericht verantworten. Den drei Männern wird vorgeworfen, einen Anschlag auf eine christliche Gemeinde in Uppsala geplant zu haben. Kontakt zueinander bekamen die Angeklagten über eine Internetseite, die zum Jihad, dem heiligen Krieg, aufruft. Im Januar schliesslich kam die schwedische Geheimpolizei den Männern auf die Spur. 

Ihr gemeinsames Interesse: Jihad, der heilige Krieg. Denn eigentlich könnten die drei angeklagten Männer kaum unterschiedlicher sein. Nummer Eins des Trios: Johan, ein 25-jähriger Akademiker aus dem norrländischen Kramfors. Dann Mehdi, ein 22-Jähriger iranischen Ursprungs und bereits verurteilt zu vier Jahren Gefängnis wegen Dopinghandel. Ausserdem steht er unter Verdacht, am Attentatsversuch auf das irakische Wahllokal im Stockholmer Vorort Kista im vergangenen Jahr beteiligt gewesen zu sein. Der dritte im Bunde, Milan, ist erst 19 Jahre alt. In seiner Wohnung in Trelleborg fand die Polizei Artilleriegranaten aus dem Zweiten Weltkrieg sowie weitere Sprengstoffe.

Chatten über Ungläubige

Diese drei Männer kannten sich bis vor kurzem nicht persönlich. Dafür chatteten die Angeklagten über Monate hinweg fleissig im Internet miteinander. Im vergangenen Oktober gründete der 22-jährige Stockholmer Mehdi das Web-Forum Mujahedon.net. Besucher der Internetseite sind laut Expertenmeinung Islamisten aus aller Welt. Die Chatter kommentieren dort getötete Europäer und Amerikaner im Irak und in Afghanistan mit Sätzen wie „Gute Nachrichten, auf die wir alle gewartet haben.“

Gegen Andersdenkende und aus Sicht der Islamisten Ungläubige hagelt es Morddrohungen. Allein die Benutzernamen des Forumgründers Mehdi sprechen eine deutliche Sprache: „Zaraqawi“ – in Anspielung an einen engen Mitarbeiter Usama bin Ladens – und „Saladin“, seines Zeichens muslimischer Führer während des dritten Kreuzzugs im 12. Jahrhundert.

Sicherheit des Landes gefährdet

Nun müssen sich die drei Männer vor dem Landgericht Stockholm verantworten. Dem Stockholmer Mehdi und dem Nordschweden Johan wirft die Anklage vor, sie hätten sich am Brandanschlag auf das irakische Wahllokal beteiligt. Ausserdem hätten sie ein Attentat auf die christliche Gemeinde „Livets Ord“ in Uppsala vorbereitet. Der 19-Jährige Milan steht ebenfalls im Verdacht, Brandanschläge geplant zu haben. Welcher Art und wo, ist noch nicht bekannt.

Der Inhalt der 700-seitigen Voruntersuchung war bis zu diesem Mittwoch streng geheim, den Verteidigern wurde absolutes Stillschweigen verordnet. Nun soll der Prozess vor dem Amtsgericht zeigen, inwieweit die geplanten Aktionen der drei Angeklagten eine Gefahr für die Sicherheit des Landes bedeutet hätten.

Liv Heidbüchel

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