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Kernkraftsexkursion nach China

Publicerat onsdag 3 maj 2006 kl 14.05

Knapp die Hälfte des Stroms wird in Schweden mit Hilfe von Kernkraft produziert. Doch die beiden Reaktoren in Studsvik bei Nyköping, an denen Studierende der Kernphysik das Gelernte an der Wirklichkeit überprüfen können, wurden im vergangenen Jahr geschlossen. Stattdessen soll die Reise zum Praktikumseinsatz jetzt nach China gehen.

China gilt derzeit als der Markt der Zukunft. Arbeitskräfte sind billig, der Markt ist gross und die Wirtschaft boomt. Das kostet Energie. Bereits heute ist China der grösste Kohlekonsument, beim Ölverbrauch folgt das asiatische Land auf Platz zwei nach den USA. Bei der Kernenergie sieht es jedoch anders aus: Sechs Kernkraftwerke decken zwei Prozent des gesamten Energiebedarfes. Bis zum Jahr 2020 soll diese Menge verdoppelt werden. Dafür ist der Bau eines Kernkraftwerkes pro Jahr nötig. Das bietet gute Arbeitsmöglichkeiten für seine Studierenden, freut sich Professor Waclaw Gudowski von der Königlich Technischen Hochschule, KTH, in Stockholm: 

„In China wandelt sich die Gesellschaft zur Zeit sehr schnell. Ich denke, dass viele chinesische Studierende deshalb Kurse bei uns belegen werden. Aufträge werden in der Zukunft aus China kommen. Da kommt unsere Reise nach Peking gerade recht. In ein  paar Jahren wird es einen Boom geben, was den Neubau von Kernkraftwerken in China angeht.“

Der Professor für Kern- und Reaktorphysik von der KTH hat EU-Fördermittel erhalten, um die Funktionsweise von Kernreaktoren nahe Peking mit einer Seminargruppe in der Praxis zu studieren. Bisher war dies in Studsvik nahe Nyköping möglich. Doch das betreibende Unternehmen wandte sich lukrativeren Geschäftsfeldern zu, die beiden Reaktoren wurden geschlossen. Da Schweden derzeit keine neuen Kernkraftwerke plant, suchen die Forscher nun jene Länder auf, in denen die Kernenergie derzeit Zuwächse verzeichnet, vor allem in Asien. Daniel Westlén, Forscher an der KTH, freut sich auf den Austausch mit chinesischen Kernphysikern:

„Es geht darum, praktische Erfahrungen im Umgang mit einem Kernreaktor zu sammeln. Da geht es um physikalische Prinzipien, die viele nur aus der Vorlesung und aus Büchern kennen.“

Wissen, das für den Bau eines Reaktors nötig ist, könnten Studierende der KTH aber bald auch unweit der Heimat erwerben. Im Nachbarland Finnland wird derzeit ein fünfter Reaktor gebaut, der in fünf Jahren Strom liefern soll. Im Fernsehen zeigte sich der Geschäftsführer eines finnischen Energieunternehmens in der vergangenen Woche zudem überzeugt, dass es auch für den Bau eines sechsten Reaktors eine politische Mehrheit geben wird.  

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