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Wenig Kontrolle der Rechtspsychiatrie

Publicerat måndag 8 maj 2006 kl 13.04

Der schwedische Strafvollzug führt eine genaue Statistik über die Anzahl der Gefängnisinsassen und Ausbrecher. Über diejenigen, die zu Pflege verurteilt worden sind, besteht jedoch keine übergreifende Kontrolle. Das soll jetzt besser werden.

Gunnar Holmberg untersucht die Kontrolle der Psychiatrie über eingewiesene Straftäter. „Die Gerichtspsychiatrie ist ja ein Teil des schwedischen Strafvollzugs. Trotzdem hat aber niemand im Strafvollzug die übergreifende Verantwortung. Verantwortlich ist stattdessen die Sozial- und Gesundheitsbehörde. Dadurch weiss niemand genau, wer zurzeit nach einem entsprechenden Gerichtsurteil behandelt wird und wie lange die Behandlungszeiten sind.“

Ein Bericht der Sozial- und Gesundheitsbehörde hat gezeigt, dass mehrere Psychiatrien nicht exakt angeben können, wieviele Patienten sie zu einem bestimmten Datum hatten. Mehrere Zwangspatienten waren schon vor Jahren entwichen, zeigte sich.

Viele Schweden wünschen und fordern eine sicherere Verwahrung von psychisch labilen Menschen, die gefährlich werden können. Erst im April war ein Sexualverbrecher seinen Pflegern bei einem Spaziergang vor einer psychiatrischen Anstalt davongelaufen. Die Polizei forderte in Rundfunk und Fernsehen dazu auf, dass Frauen im Grossraum Stockholm einsame Plätze vermeiden und Eltern ihre Kinder noch besser als gewöhnlich beaufsichtigen sollten. Der Mann konnte rechtzeitig gefasst werden.

Die Psychiatrie betrachtet auch zwangsweise eingewiesene Straftäter als Patienten – und behandelt sie wie solche. Helena Silfverhielm ist Medizinalrätin bei der Sozial- und Gesundheitsbehörde. Sie findet es wichtig, dass die Institutionen, die sie beaufsichtigt, Straftäter nicht einsperren sondern wie Patienten behandeln. „Sie sind schliesslich zu Behandlung und nicht zu Freiheitsentzug verurteilt worden. Der Unterschied besteht im Sicherheitsaspekt.“

Bessere Kontrolle
Dennoch soll die Aufsicht besser werden: Ab ersten Juli müssen psychiatrische Kliniken, die Patienten nach einem gerichtlichen Urteil behandeln, bei der Behörde mitteilen, welche Sicherheitsmassnahmen sie ergriffen haben.

Doch Gunnar Holmberg ist nicht sicher, dass eine bessere Statistik den Eindruck von Sicherheit bei der Öffentlichkeit verbessern kann. „Es kommt zwar vor, dass Menschen der Gerichtspsychiatrie durchbrennen und Straftaten begehen. Aber viel öfter begehen ja Menschen Straftaten, die sich vorher in gewöhnlichen psychiatrischen Kliniken um Behandlung bemüht haben und nicht dran gekommen sind, weil es zu wenig Plätze gibt.“

Das Gesamtergebnis der Untersuchung über die schwedische Psychiatrie wird der Regierung im Herbst vorgelegt.

Sybille Neveling 

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