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Strom aus Wellenkraft

Publicerat fredag 21 juli 2006 kl 12.47
Potenzieller Energielieferant

Es könnte ein Exportschlager werden: Schwedische Wissenschaftler untersuchen derzeit, inwieweit sich aus Meerswellen Energie gewinnen lässt. Dazu haben die Forscher im Skagerrak spezielle Bojen installiert, die das Auf und Ab der Wellen in Strom umwandeln sollen. Bislang verläuft das Experiment viel versprechend.

Windkraft und Wasserkraft kennt mittlerweile jeder. Sie gelten als moderne erneuerbare Energiequellen. Doch das Energiepotenzial der Wellen ist noch weitgehend unerforscht. Das soll sich rasch ändern. Forscher Jan Sundberg, Koordinator des Wellenkraftprojekts „Islandsberg“, hat seine ersten Testbojen vor der schwedischen Westküste ins Wasser gesetzt.

Die Wogen des Meeres sind für Sundberg die Energiequelle der Zukunft: „Wellenkraft ist aus mehreren Gründen praktisch. Aus Wellen kann man mehr Energie gewinnen als aus Wind oder Sonne. Außerdem gibt es selbst bei Windstille immer noch Wellen, weswegen man diese Energiequelle länger nutzen kann als Wind oder Sonne.“

Wippen im Skagerrak 
Fünf leicht zu übersehende knallrote Bojen wippen im Takt der Wellen im Skagerrak auf und nieder. In den Bojen befinden sich Generatoren, die die Hüpfbewegung in Strom umwandeln, erklärt Sundberg: „Konventionelle Generatoren sind aufgebaut wie ein Paket aus Magneten, das ständig um die eigene Achse dreht. Über Kupferdraht wird dann die Energie abgegeben. Aber wir haben einen linearen Generator, der auf- und abhüpft und dabei Energie produziert. Das ist das Grundprinzip.“

Die Bojen sind alle auf dem rund 25 Meter tiefen Meeresgrund verankert und mit einer Art Stromkabel verbunden. Es sorgt einerseits dafür, dass die gewonnene Energie an einen zentralen Stromgenerator auf dem Land weitergeleitet wird. Andererseits sorgt das Kabel dafür, dass die Bojen nicht abgetrieben werden. Dennoch fährt Forscher Sundberg regelmäßig mit seinem Boot vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei studiert er auch, welche Auswirkungen die Strombojen für die unmittelbare Umgebung haben: „Alles, was wir hineintun hat Auswirkungen - meist negativ, manchmal positiv und oft neutral.“

Höchstens eine Ergänzung 
Bislang sieht es danach aus, als würden sich die Wellenkraftbojen weder auf Fisch- noch auf Unterwasserpflanzenbestände nennenswert auswirken. Damit könnte bald ein ganzer Wellenkraftpark im Meer angelegt werden, hofft Projektleiter Sundberg. Denn mit einer Boje können gerade mal zwei Häuser mit Strom versorgt werden.

Strom aus der Boje ist in Schweden höchstens als Ergänzung geeignet, meint der Forscher: „Wir in Schweden haben keine geeigneten Küsten. Deswegen können wir mit Wellenkraft höchstens zehn Prozent des Energiebedarfs decken. Norwegen dagegen mit seiner langen Küste könnte den gesamten Energiebedarf Nordeuropas decken. Und wenn dies mit schwedischer Wellenkrafttechnik funktioniert, dann wäre das ein echter Exportschlager für unser Land.“

Aber auch in Schweden könnte das Projekt Erfolg haben. Neuesten Umfragen zufolge befürworten immer mehr Schweden den Ausbau von alternativen Energiequellen. Für Strom aus Wellenkraft scheint es also einen Markt zu geben.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

21.1.2006

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