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Arbeitsvermittlung für Einwanderer

Publicerat torsdag 11 maj 2006 kl 14.49

Bei 4,6 Prozent liegt die offizielle Arbeitslosenquote in Schweden. Doch unter Einwanderern ist sie annähernd doppelt so hoch. Besonders prekär ist die Lage in den Ballungszentren. Von den 36.000 Arbeitslosen im Raum Stockholm ist jeder Dritte Einwanderer. Doch während die staatliche Arbeitsvermittlung dem Problem ohnmächtig gegenübersteht, verbuchen private Agenturen für Menschen mit Migrationshintergrund beachtliche Erfolge.

Das späte Jobglück von Cihat Kaya ist kein Einzelfall. Drei ermüdende Jahre lang war der Einwanderer, der im Stockholmer Vorort Farsta lebt, als arbeitssuchend registriert. Doch das Arbeitsamt konnte ihm keinen neuen Job vermitteln. Erst als Kaya sich an die „Blatteförmedling“ – zu Deutsch: „Kanakenvermittlung“ – wandte, hatte er Glück. Nach nur zwei Monaten hatte Kaya einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben:

„Diese Jobvermittlung hat für mich ausgezeichnet funktioniert. Denn jetzt habe ich einen Job – und darum geht es ja.“

Persönlicher Service 

Einwanderer Kaya hat nun eine feste Anstellung bei einem Stockholmer Vertrieb. Dass er den Job durch „Blatteförmedling“ so schnell bekam, verwundert den ehemaligen Langzeitarbeitslosen nicht:

„Der Service ist persönlicher. Man hat das Gefühl, die wissen, was ein Jobsuchender kann und was Unternehmen brauchen. Die vom Arbeitsamt hingegen haben mich gar nicht richtig gefragt, was ich kann und was ich suche.“

Arbeitsamt ohnmächtig 

Ein Drittel der 36.000 Arbeitslosen in der Region Stockholm stammt nicht aus Nordeuropa. Bei den gewöhnlichen Arbeitsämtern gilt diese grosse Gruppe als schwer vermittelbar. Doch das liegt nicht daran, dass die Einwanderer schlechter qualifiziert sind als ethnische Schweden. Oftmals sind die Behörden schlichtweg überfordert, die speziellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Einwanderer zu erkennen und entsprechend an Firmen zu vermitteln. Aber das soll sich nun ändern. Nachdem das Stockholmer Arbeitsamt auf die Erfolge der „Blatteförmedling“ aufmerksam wurde, will die Behörde nun mit der recht jungen privaten Jobagentur zusammenarbeiten. Ingela Söderman ist Abteilungsleiterin im Stockholmer Arbeitsamt:

„Unser Ziel, Vielfalt auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen, haben wir noch längst nicht erreicht. Denn der Arbeitsmarkt soll schliesslich die Zusammensetzung widerspiegeln, die überall sonst in der Gesellschaft vorherrscht.“

Vielversprechende Kooperation 

Starten soll das gemeinsame Projekt im Stockholmer Vorort Södertälje. Ausserdem wollen Arbeitsamt und „Blatteförmedling“ auf der internationalen Jobmesse für Akademiker kooperieren. Ivan Daza, Gründer von „Blatteförmedling“, ist zuversichtlich, durch das Joint Venture mehr Arbeitslose mit Migrationshintergrund in Lohn und Brot zu bringen:

„Wir brauchen einfach mehr Energie und neue Methoden. Zusammen können wir die Voraussetzungen schaffen.“

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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