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Ziel: 500 000 neue Arbeitsplätze

Publicerat torsdag 11 maj 2006 kl 16.26

Die Unternehmensorganisation Svenskt Näringsliv präsentierte heute Massnahmen um die Arbeitslosigkeit zu senken. Eine halbe Million neue Arbeitsplätze verspricht Urban Bäckström, der Geschäftsführer von Svenskt Näringsliv. Der Massnahmenkatalog besteht aus erprobten und neuen Ideen.

„Wir haben Unternehmer und Experten in ganz Schweden befragt, wo sie die grössten Probleme sehen. Schliesslich sollen sie mehr Personal anstellen“, sagt der Geschäftsführer der Unternehmensorganisation.

Die Experten haben einige alte Vorschläge abgestaubt. Dazu gehören Steuer- und Lohnsenkungen, Veränderungen im Arbeitsrecht und eine Aufhebung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für die Beschäftigten. Diese und andere Veränderungen sollen innerhalb von fünf Jahren 500 000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Ende April hatte Schweden nach offiziellen Angaben 200 000 Arbeitslose. Ungefähr viereinhalb Prozent. Hinzu kommen über 140 000 Beschäftigte in arbeitsmarktpolitischen Massnahmen. Nach anderen Berechnungen sind knapp eine Million Schweden arbeitslos.

Fragt sich, wie realistisch die Vorschläge von Svenskt Näringsliv sind. Urban Bäckström glaubt, dass sie ausreichen. „Sie sind nicht nur realistisch, sie sind für die gesamte Wirtschaft notwendig! Wir haben uns auch in anderen europäischen Ländern umgeschaut, in denen man Reformen durchgeführt hat, die unseren wichtigsten Vorschlägen entsprechen. Dort ist der Beschäftigungsgrad der Bevölkerung markant gestiegen“, versichert Bäckström, der vor seiner Tätigkeit bei Svenskt Näringsliv übrigens Präsident der schwedischen Zentralbank war. 

Er kritisiert, dass es in Schweden heute noch genauso viele Arbeitsplätze gibt wie Mitte der Achtzigerjahre. Ungefähr eine Million Menschen sei nicht beschäftigt und die Jugendarbeitslosigkeit genauso gross wie vor 15 Jahren.

Nicht ganz überraschend sind die grossen Gewerkschaften wenig vom Massnahmenkatalog der Unternehmer beeindruckt. Um sein Sozialsystem zu finanzieren brauche Schweden gar keine halbe Million neue Arbeitsplätze, 300 000 würden völlig ausreichen, versichert Dan Andersson. Er ist Chefökonom des Arbeitergewerkschaftsbunds. „Diese Vorschläge verteilen die Arbeitsplätze nur um. Dafür, dass man Arbeitnehmer zu Selbständigen macht, die dann ihre Dienstleistungen an ihre frühren Arbeitgeber verkaufen, entstehen keine neuen Arbeitsplätze. Davon haben Gewerkschaften – wie wir - weniger Mitglieder und die Arbeitgeberorganisationen – wie Svenskt Näringsliv - mehr.“

Sybille Neveling

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