Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Erstes TV-Duell endet unentschieden

Publicerat fredag 12 maj 2006 kl 13.53
Die beiden Kombattanten nach dem Duell

Mit einem einstündigen Fernsehduell zur besten Sendezeit haben Ministerpräsident Göran Persson und Konservativen-Chef Fredrik Reinfeldt die heisse Phase des Wahlkampfs eingeläutet. Zwar konnte Herausforderer Reinfeldt zunächst mit Attacken gegen die Sozialdemokratie punkten, doch der Amtsinhaber wendete das Blatt zum Ende hin mit neuen Wahlversprechen.

Vier Monate vor der Reichstagswahl liegen die beiden politischen Blöcke nahezu gleichauf. Entsprechend sind die beiden Spitzenkandidaten bemüht, ihr Profil zu schärfen. So verwies der Sozialdemokrat Persson auf die Erfolge seiner Regierung beim Wahlkampfthema Nummer eins, dem Arbeitsmarkt. Der Aufwärtstrend sei deutlich spürbar, argumentierte Persson. Deswegen sei ein Richtungswechsel ein Fehler:

„Wir dürfen das schwedische Modell, das neue Arbeitsplätze schafft, nicht aufgeben. Schon gar nicht sollten wir auf die Arbeitslosen losgehen. Wir werden nicht diejenigen treten, die ohnehin am Boden liegen. Aber Sie, die Bürgerlichen, wollen das.“

”Blanker Hohn” 

Der bürgerliche Herausforderer Reinfeldt wiederum, dem parteiinterne Kritiker einen weichgespülten Kurs vorwerfen, liess Perssons positive Eigenbilanz nicht unkommentiert stehen. Von Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen, sei angesichts der wachsenden Zahl von Menschen ohne festen Jobb geradezu ein Hohn, spottete Reinfeldt:

„Immer mehr Menschen stehen am Rand der Gesellschaft. Anderthalb Millionen Menschen haben keine Arbeit oder zumindest nicht in dem Umfang, wie sie möchten. Was Ihnen fehlt, Göran Persson, sind Ideen, wie man mehr Arbeitsplätze schafft.“

Mangelnde Einigkeit 

An Ideen fehlt es der bürgerlichen Opposition zwar nicht, es mangelt allein an der Einigkeit. So liess Persson es sich auch nicht nehmen, die Existenz einer bürgerlichen Opposition und damit deren Regierungstauglichkeit in Frage zu stellen. Reinfeldts Replik folgte prompt: Perssons sozialdemokratische Minderheitsregierung sei in vielen Fragen von ihren stillen Partnern von Grünen und Linkspartei abhängig. Eine eigenständige sozialdemokratische Politik gebe es also nicht.

Schwedische Gesprächskultur

Insgesamt jedoch war das Fernsehduell ein mustergültiges Beispiel schwedischer Gesprächskultur. Beide Herren liessen einander ausreden und erhoben nur im Ausnahmefall die Stimme. Dass sie einander stets mit Vor- und Nachnamen ansprachen, war eines der wenigen subtilen Zeichen, die Distanz signalisieren sollten. Umso heftiger prallten Persson und Reinfeldt dagegen inhaltlich gegeneinander. Der Amtsinhaber stellte neue Wählergeschenke wie eine Kindergelderhöhung in Aussicht, was der Herausforderer als nicht finanzierbar abtat.

Wahlvolk unentschieden 

Beim Wahlvolk gab es nach der Debatte gemischte Kommentare zum Auftreten der beiden Kandidaten. Einen eindeutigen Sieger sahen nur wenige. Damit bleibt Schwedens Wahlkampf bis auf weiteres ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".