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Kampf gegen Jagdverbrechen

Publicerat tisdag 23 maj 2006 kl 12.42

Die illegale Jagd auf Raubtiere hat in den vergangenen Jahren markant zugenommen. Doch die Behörden konnten bisher nur wenige Erfolge bei der Aufklärung von Jagdverbrechen vorweisen. Das soll sich nun ändern. Mit Hubschraubern und Spezialausbildungen wollen Polizei und Naturschützer Wilderern das Handwerk legen.

Die Zahlen der Naturschutzbehörde sind äusserst alarmierend: Jeder zweite Bär wird illegal geschossen. Bei Wölfen ist es jeder vierte und bei Luchsen immerhin noch bis zu jeder sechste. In manchen Teilen Schwedens stellen illegale Jäger mittlerweile eine ernste Bedrohung für die Raubtierbestände dar. Polizist Lars-Erik Nordin aus dem mittelschwedischen Gävle gehört dem nationalen Komitee an, das derzeit eine Spezialausbildung für Jagdermittler entwickelt:

„Die Ermittlungen bei Verdacht auf Jagdverbrechen gestalten sich äusserst schwierig. Naturparkwächter und Polizisten müssen gut ausgebildet sein, um Beweismittel festzustellen. Deswegen erhalten sie nun gezielte Ausbildungen in Jagdrecht, Waffenrecht sowie in der Sicherstellung von DNA-Spuren am Tatort.“

Mangelndes Unrechtsbewusstsein 

Manchmal ist es nicht mehr als ein Blutfleck, den die Ermittler als Anhaltspunkt für ihre Untersuchungen nehmen müssen. Doch es sind nicht nur technische Schwierigkeiten, mit denen Polizei und Naturschützer zu kämpfen haben. In den wenigsten Fällen haben illegale Jagdkameraden so etwas wie ein Unrechtsbewusstsein. Oft decken sich die Wilderer gegenseitig und erschweren somit die Aufklärung von Jagdverbrechen.

Mit Argwohn betrachtet

Diese Erfahrung hat auch Naturschützer Lasse bereits gemacht. Weil seine Arbeit von etlichen Freizeitjägern in der Provinz Jämtland mit Argwohn betrachtet wird, möchte er seinen Nachnamen geheim halten. Dank der Spezialausbildung für Jagdermittler hat Lasse seine Kompetenz bei der Spurensicherung erweitern können – was er sofort unter Beweis stellt:

„Das hier Spuren eines Schneescooters. Die sind zwar schon ein paar Tage alt, aber man kann trotz den Neuschnees sehen, dass dies ein breites Fahrzeug war.“

Massnahmen reichen noch nicht aus 

Damit liesse sich bereits der Fahrzeugtyp und im günstigsten Fall sogar der etwaige Fahrzeughalter ausfindig machen. Ob aber aus einer Anzeige am Ende auch ein Urteil wegen Jagdverbrechen wird, ist fraglich. Magnus Kristoffersson, Verantwortlich für den Schutz des Raubtierbestands in Jämtland, bemängelt, dass die getroffenen Massnahmen noch nicht ausreichen, um Wilderer dingfest zu machen:

„Auch wenn wir bislang viel Beweismaterial zu den Ermittlungen beigetragen haben, führte dies nur selten zu Verurteilungen. Unsere Arbeit ist eben noch zu schlecht. Deswegen wollen wir professioneller werden. Dann wird es auch härtere Urteile geben.“

Gesetz verschärfen 

Doch allein mit Hubschrauberpatrouillen und Kursen in Spurensicherung können gefährdete Raubtierbestände nicht gesichert werden, meint Polizist Lars-Erik Nordin. Seiner Meinung nach muss das Jagdgesetz verschärft werden, um illegale Jäger zu stoppen, noch bevor es für das Tier zu spät ist:

„Die Vorbereitung eines Jagdverbrechens zum Beispiel ist nach derzeitiger Rechtsprechung kein Verbrechen an sich. Deswegen drängen Polizei und Staatsanwaltschaft auf eine Gesetzesänderung.“

Diese Forderung ist zwar nicht neu, doch geschehen ist bislang nichts. Somit bleiben Polizei und Wildschützer in ihrem Kampf gegen Jagdverbrecher vorerst auf sich allein gestellt.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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