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Achterbahn-Feeling an Stockholmer Börse

Publicerat tisdag 23 maj 2006 kl 14.57

Die Stockholmer Börse hat es zu Beginn der Woche stark erwischt. Kurseinbrüche von über fünf Prozent führten dazu, dass die Wertpapiere umgerechnet um mehr als 20 Milliarden Euro verloren haben. Es handelte sich um den grössten Börseneinbruch seit dem Terrorangriff auf die USA im September 2001. Mittlerweile haben sich die Kurse zwar erholt, doch viele Anleger sind verunsichert.

Börsenmakler auf dem Stockholmer Parkett zu sein entspricht zur Zeit einer Achterbahnfahrt. Nachdem die Kurse zu Beginn der Woche um 5,3 Prozent nachgegeben haben, hatten sich Tags darauf die Notierungen bis zur Mittagszeit um 2,8 Prozent erholt. Doch bereits in der Woche zuvor war meist nur Talfahrt angesagt. Der Chefvolkswirt  der Nordea-Bank, Jörgen Appelgren, erklärt warum: „Die Rohstoffpreise sind längere Zeit stark angestiegen. So ist der Preis für Kupfer in den letzten drei Monaten um 75 Prozent gestiegen. Aktien aus dem Rohstoffmarkt sind ebenfalls gestiegen. Gleichzeitig kommen Signale aus den USA, dass dort die Konjunktur schwächer wird. Und China, das viele Rohstoffe kauft, hat die Zinsen erhöht. Das hat zu Unruhe geführt.“

Diese Unruhe hat sich vor allem auf die schwedischen Kleinanleger übertragen. Sauer erpartes Geld in Aktien anzulegen ist hierzulande die Regel. Die Verunsicherung ist daher ziemlich gross. Zumal in der vergangenen Woche die Behörde, die Aktien fürs Rentensparen verwaltet, ihren Handel unterbrochen hatte. Viele Kleinanleger, die für die Rente sparen, konnten also nicht kurzfristig den Fonds wechseln, um Kursverluste wettzumachen.

Gewinne pulverisiert

Innerhalb der letzten Tage wurde in Stockholm der gesamte Börsengewinn dieses Jahres pulverisiert. Da ist es kaum ein Trost, dass der Sinkflug ein nahezu weltweites Phänomen ist. In Europa hat es keine Börse in den letzten Tagen so arg erwischt wie Stockholm. Experten meinen, dass sich vor allem institutionelle Anleger aus Amerika aus Schweden zurückgezogen hätten. Ein Trend, der sich auf einem kleinen Markt wie Stockholm relativ deutlich bemerkbar macht. Vor allem die IT-Branche, die sich ja langsam vom Schock der letzten Jahre erholt hatte, musste in jüngster Vergangenheit Verluste hinnehmen. Die Ericsson-Aktie verlor im letzten halben Jahr über 18 Prozent.

Noch will sich jedoch kein Experte festlegen, ob 2006 zu einem schlechten Börsenjahr wird. Jörgen Appelgren weist darauf hin, dass weitere Kursverluste an der Börse auch die schwedische Wirtschaft belasten könnten. „Wenn sich der negative Trend hält, sparen die Haushalte vielleicht etwas mehr. Das wirkt sich dann auf die Volkswirtschaft aus. Wenn es sich aber nur um ein vorübergehendes Phänomen handelt, kann dies sogar positive Kosnequenzen haben. Das kann zu niedrigeren Rohstoff- und Ölpreisen führen. Das kann die Börsen dann stabilisieren und die Wirtschaft positiv beeinflussen.“

Die Konjunktur in Schweden ist eigentlich stabil. Die meisten Unternehmen melden positive Ergebnisse und Aussichten. Die Mehrheit der Experten rät daher den Kleinanlegern, ihre Aktien nicht voreilig zu verkaufen.

Dieter Weiand

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