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Glaubensgemeinden: Falsche Mitgliederzahlen

Publicerat tisdag 30 maj 2006 kl 14.41
Kein Grund zur Besorgnis: Ministerin Hallengren

Pure Schlamperei oder bewusste Täuschung? Mehr als die Hälfte aller eingetragenen Glaubensgemeinden geben falsche Mitgliederzahlen an. Da von der Anzahl der Mitglieder die Höhe des staatlichen Zuschusses abhängt, könnte Schweden seinen Glaubensgemeinden zu viel ausgezahlt haben. Doch Gewissensbisse scheinen die Gemeinden nicht zu plagen.

Bei 18 Glaubensversammlungen fragte der Schwedische Rundfunk nach, wie viele Mitglieder sie wirklich haben. 13 davon wussten keine rechte Antwort, darunter die Anglikanische Kirche Schwedens. Rolf Bromme ist für Verwaltungsfragen bei den Anglikanern zuständig:

„Unser Problem ist, dass wir zwar viele Mitglieder in Schweden haben, aber wir finden sie nicht. Wir haben keine Adressen von denen. (lacht)“

Keine Klarheit  

Offiziell zählt Schwedens Anglikanische Kirche 6.234 Mitglieder. Doch es dürften bedeutend weniger sein. Eigentlich ist die Kirche verpflichtet, sich schnellstens Klarheit über ihre tatsächliche Mitgliederstärke zu verschaffen, erläutert Jan-Erik Levy von der Behörde für Zusammenarbeit mit eingetragenen Glaubensgemeinschaften:

„Falsche Angaben haben direkte Auswirkungen auf den staatlichen Beitrag, den jemand bekommt.“

Unterschiedliche Kulturen  

Mit umgerechnet vier Millionen Euro unterstützt der schwedische Staat seine eingetragenen Glaubensversammlungen jährlich. Dabei gilt die einfache Regel: Wer mehr Mitglieder hat, bekommt auch mehr Geld. Da kommt es einigen Gemeinden offenbar entgegen, wenn sie offiziell über mehr Mitglieder verfügen, als sie tatsächlich vorweisen können. Von bewusster Täuschung will die zuständige Ministerin Lena Hallengren aber nicht sprechen. Oftmals sei die etwas ungenaue Zählweise schlichtweg auf unterschiedliche Kulturen zurückzuführen, nimmt Hallengren die staatlichen Beitragsbezieher in Schutz:

„Das macht nur einen kleinen Teil des grossen Kuchens aus. Ich will vielmehr hervorheben, dass diese Gemeinden einen unglaublich wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft leisten. Natürlich ist es wichtig, dass man richtige Angaben zur Mitgliederzahl macht. Doch Mitgliederzahlen sind nur eines der Kriterien, auf die das Beitragssystem sich stützt. Aber man sollte schon den Überblick über seine Mitgliederstärke haben.“

Keine Sanktionen 

Doch den Überblick hat die Mehrzahl der Gemeinden eher nicht – und der Staat offenbar noch viel weniger. Und solange keine Sanktionen wegen etwaiger Beitragserschleichung drohen, können auch die Verantwortlichen des Schwedisch-Albanischen Islamischen Zentrums in Göteborg ganz beruhigt sein. Sprecher Jahja Zeqiraj:

„Wir haben keine statistisch gesicherten Zahlen. Unser Imam trifft ja ständig Leute. Aber es gibt bei uns keine gesicherte Statistik. Nein.“

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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