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Energie zu Wucherpreisen

Publicerat torsdag 1 juni 2006 kl 16.56

Schwedens Energie-Riesen sind nicht nur geldgierig – sie sind kriminell. Diesen schweren Vorwurf erhebt jetzt ein namhafter Forscher. Die rasant gestiegenen Strompreise haben in jüngster Vergangenheit schon manches Mal für Empörung gesorgt. Der Vorwurf nun: Zur Jahrtausendwende haben die großen Konzerne nach geheimen Absprachen die Kernkraftproduktion gedrosselt, um die Preise hochzutreiben. 

Wenn es stimmt, was Björn Karlsson, Professor für Energiesysteme an der Universität Linköping, behauptet, dann liegt hier ein klarer Fall von Kartellbildung vor. Mindestens.

Strafrechtliche Tatbestände wie beispielsweise Betrug dürften ebenfalls zur Genüge erfüllt sein. Und Björn Karlsson ist sich seiner Sache sicher: „Es gibt Dokumente, die belegen, dass man sich ganz bewusst abgesprochen hat, um die Preise in die Höhe zu treiben. Die großen Unternehmen sind da gleichzeitig aktiv geworden“, sagt der Energieexperte.

Im Jahr 2000 befand sich Schwedens Strombranche in einer tiefen Krise. Schon ein paar Jahre lang hatte der Strompreis per Kilowattstunde unter 10 Öre, umgerechnet etwa einem Cent, gelegen. Das deckte zwar die Betriebskosten für die Kernkraftwerke, war aber nach Ansicht der Branche zu wenig, um Investitionen zu tätigen oder gar die Eigner zufrieden zu stellen.

Was tun? Im darauf folgenden Jahr erfuhr das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage jedenfalls wundersame Veränderungen. Sämtliche Kernkraftwerke drosselten die Produktion, und mit einem Mal überstieg der Stromverbrauch die Herstellung; Energie wurde zur begehrten, da knappen Ware.

So sei es gewesen, musste Seth Persson, Chef der Produktionsplanung beim Energieriesen Vattenfall, jetzt einräumen: „In einigen Fällen, also als die Energiepreise die Betriebskosten überstiegen, haben wir die Kernkraftproduktion gedrosselt“, sagte Persson dem Schwedischen Rundfunk. „Auf diese Weise rutschte der Preis nicht ganz so in die Tiefe wie das sonst der Fall gewesen wäre.“

Nach offizieller Darstellung des Vattenfall-Managers hat man diesen kleinen Eingriff ins große Preisgefüge aber ganz selbständig und allein vorgenommen. Absprachen mit anderen Energieherstellern weist Seth Persson empört zurück. Ein Vattenfall-internes, dem Schwedischen Rundfunk vorliegendes Dokument spricht da allerdings eine andere Sprache. Aus dem Dokument gehe sehr wohl hervor, dass Absprachen zur Drosselung der Kernkraftproduktion geplant gewesen seien, sagt der Energiefachmann Björn Karlsson.

Sämtliche beschuldigte Firmen verneinen dies, und Seth Persson von Vattenfall will von dem internen Dokument seiner Firma überhaupt noch niemals etwas gehört haben. „Ich habe das noch nie gesehen und weiß nicht, wie es zustande gekommen ist“, sagt Persson. Der ohnehin angeschlagene Ruf der Energiebranche dürfte mit der jüngsten Affäre kaum besser werden.

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