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Greencard à la Schweden

Publicerat fredag 2 juni 2006 kl 13.46

Arbeitskrafteinwanderung ist das relativ komplizierte Wort für einen relativ einfachen Sachverhalt: ein Staat will Einwanderung gezielt steuern und nur den Menschen ein Visum erteilen, die dann auch mit grösster Wahrscheinlichkeit eine Arbeit finden. Auch in Schweden ist dieses Thema aktuell. Eine staatliche Untersuchungskommission will dazu jetzt Empfehlungen vorlegen.  

Der schwedische Arbeitsmarkt ist Menschen aus Ländern, die nicht zur EU gehören, bislang weitgehend verschlossen. Dies soll sich jetzt ändern. Zumindest wenn es nach dem Wunsch der staatlichen Untersuchungskommission zum Thema Arbeitskrafteinwanderung geht. Die Kommission wird ihre Vorschläge zwar erst im Herbst offiziell vorlegen. Im Schwedischen Rundfunk  kommentierte die Kommissions-Vorsitzende, Lena Hjelm-Wallén, jedoch bereits die wesentlichen Merkmale:
„Wenn offene Stellen nicht mit schwedischen Arbeitssuchenden oder Arbeitssuchenden aus der EU besetzt werden können, dann soll auch Arbeitskrafteinwanderung aus Ländern ausserhalb der EU akzeptiert werden. Das ist der Auftrag dieser Untersuchungskommission und wir werden einen entsprechenden Vorschlag machen“
Auch wenn die Sozialdemokratin Hjelm-Wallén noch keine Angaben zu Einzelheiten machen will, läuft dieser Vorschlag nach Angaben des Schwedischen Rundfunks auf folgendes Modell hinaus:
Ein Nicht-EU-Bürger erhält ein auf drei Monate begrenztes Visum. Voraussetzung: er ist wirtschaftlich unabhängig, sprich: er kann für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen, und er sucht Arbeit in einem der Bereiche, in denen es offene Stellen gibt. Findet er während dieser Zeit einen Job, dann bekommt er  eine Arbeitserlaubnis für zunächst einmal vier Jahre. Wenn sich nach diesen vier Jahren immer noch kein schwedischer Bewerber oder ein Bewerber aus einem EU-Land für die Stelle findet, besteht die Aussicht auf  eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung.
Fraglich ist allerdings noch, wer denn nun bestimmen soll in welchen Arbeitsbereichen Mangel an schwedischen Bewerbern oder Kandidaten aus EU-Ländern herrscht. Die Sozialdemokraten, die Links-Partei und die liberale Volkspartei  möchten , dass die staatliche Zentrale Arbeitsmarktbehörde AMS in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Arbeitgebern eben dies definiert. Den anderen Parteien im Parlament ist dieses Vorgehen jedoch zu kompliziert. Ihrer Meinung nach reicht es, wenn ein – wie sie es ausdrücken – „seriöser“ Arbeitgeber einen Nicht-EU-Mitbürger zu normalen schwedischen Bedingungen anstellen will.
Alle Einzelheiten sind also noch nicht klar. Offenkundig ist jedoch: Schweden will seinen Arbeitsmarkt auch für Menschen aus Ländern ausserhalb der EU öffnen – allerdings auch nur unter sehr speziellen Bedingungen.

Karin Häggmark

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