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Angriff auf Internetseite der Regierung

Publicerat måndag 5 juni 2006 kl 13.39

Ein Konflikt um die Verbreitung von urherbrrechtlich geschütztem Material über Internet – dem sogenannten „filesharing „ - hatte am Wochenende einen erneuten Höhepunkt. Die Homepage der schwedischen Regierung war stundenlang blockiert. Anscheinend die neue Art und Weise, wie die Ineternetgeneration ihren Unumut kundtut. Zuvor hatte die Polizei mit „Pirate Bay“ einen Webdienst stillgelegt, der Filme und anderes Material, umsonst über Internet verbreitet hat. Jetz machen sich die Experten ernsthafte Gedanken über die Sicherheit von wichtigen Internetfunktionen der Regierung.

Während am Wochenende ein paar hundert Demonstranten ihren Unmut über die Aktion gegen die Filesharing-Seite „Pirate Bay“ friedlich auf der Strasse artikulierten, machten sich ein paar Computerspezialisten an eine Aktion, die bei der Regierung grösseren Eindruck hinterlassen sollte, als die friedliche Demo. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde auf der Homepage der Regierungskanzlei das Bild von Justizminister Thomas Bodström, tausendfach heruntergeladen. Diesem Ansturm war der Server nicht mehr gewachsen und der gesamte Internetauftritt der Regierung war blockiert. Ein Zusammenhang zwischen der Internetattacke und der Stillegung von Pirate Bay ist jedoch nicht nachgewiesen.

Bodström wird von den Hackern die Schuld für die Razzia bei Pirate Bay zugewiesen. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach das Justiministerium auf  Druck der USA hin Polizei und Staatsanwaltschaft angewiesen habe, gegen Pirate Bay vorzugehen.

Dies hatte Bodström zwar dementiert, doch der Angriff auf die Homepage ist ein Faktum, das die Sicherheitsexperten der für die Krisenbereichtschaft zuständigen Behörde zutiefst beunruhigt. Stefan Karlsson von der Behörde meint, dass das Vertrauen der Bürger durch solche Aktionen Schaden nimmt: „Ganz unabhängig davon, was der Grund für die Blockade war, ist dies unglücklich. Die Hompage der Regierungskanzlei ist ein Kontaktkanal zu den Bürgern. Wenn dann Information nicht abrufbar ist, kann das zu Unsicherheit führen. Das kann auf lange Sicht das Vertrauen, schädigen wie gesellschaftliche Funktionen Krisen meistern.“

Säpo untersucht

Die Sicherheitpolizei Säpo befasst sich jetzt mit der Suche nach Tätern und Sicherheitsmängeln.  Es bleibt die Erkenntnis, dass man sich gegen solche Attacken nur sehr begrenzt wehren kann. Derweil geht in der Öffentlichkeit die Debatte über das „Filesharing“ weiter. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Maria Wetterstrand sieht als Sprecherin der Umweltpartei keine Probleme: „Wir glauben nicht, dass „Filesahring“ die Gesellschaft bedroht. Man muss die Frage der Urheberechte und der finanziellen Vergütung klären. Das ist doch besser, als das Ganze zu kriminalisieren. Vor allem wenn man dem so schwer beikommt.“

Mit Ladendiebstahl verglichen

Johan Person von den Liberalen vergleicht dagegen „Filesharing“ mit Ladendiebstahl: „Prinzipiell finde ich, dass man nicht Eigentum Anderer ohne Erlaubnis nehmen darf. Da gibt es keinen grossen Unterschied zwischen dem Diebstahl in einem Geschäft und dem im Internet. Man stiehlt die Computercodes oder Lieder von jemand anderen. Das ist ein Verbrechen. Schwierig ist dagegen, wieviel Aufwand die Polizei darauf verwenden sollte und wie es mit der Anwendung von Zwangmitteln aussieht.“ 

Damit legt Pehrsson zugleich den Finger auf die wunde Stelle. Juristisch ist die Stillegung von Pirate Bay umstritten und die Staatsanwaltschaft muss damit rechnen, dass die Razzia nach eingehender Prüfung zu einem Schlag ins Wasser wird.

Dieter Weiand

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