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Übliche Rehabilitierung ungenügend

Publicerat torsdag 8 juni 2006 kl 16.53

Rund 20 000 Schweden melden pro Jahr einen Arbeitsschaden an. Am häufigsten handelt es sich um Belastungssschäden an Rücken und Nacken. Das Universitätskrankenhaus Karolinska Institutet machte nun eine erstaunliche Feststellung: die häufigsten Rehabilitierungsmassnahmen für diese Schäden schaden mehr als dass sie nützen!

Das Ergebnis der Studie überraschte selbst die Forschungsleiterin, Professorin Irene Jensen: „Erstens: Bei Menschen, die besonders lange krankgeschrieben waren, bevor die Rehabilitierungsmassnahmen eingesetzt wurden, half die Reha nicht. Es ist also sehr wichtig, rechtzeitig was zu tun. Sogar früher, als man bisher für nötig gehalten hat. Und zweitens: Reha kann das Ergebnis tatsächlich verschlimmern statt es zu verbessern. Manchmal ist es besser, die Patienten in Ruhe zu lassen.“

Sieben Jahre später
255 Personen haben an der Studie teilgenommen. Die Wissenschaftler haben die Effekte von Rehabilitierungsprogrammen sieben Jahre nach der Behandlung studiert. 

Das Ergebnis sei deutlich, versichert Irene Jensen. Wer mit der üblichsten und billigsten Form von Rehabilitierung behandelt wird – also mit verstreuten  Einsätzen von Physiotherapie – ist häufiger und öfter krankgeschrieben, und wird häufiger aus gesundheitlichen Gründen in den Vorruhestand versetzt.

Wer ein umfassenderes Reha-Programm mit physischen und psychologischen Behandlungspunkten durchläuft, hat bessere Chancen wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren.

Teure Fehler
Jede schiefgelaufene Rehabilitierung kostet in sieben Jahren umgerechnet nahezu 50 000 Euro. Bei rechtzeitiger Behandlung, möglichst noch bevor ein Patient insgesamt zwei Monate krankgeschrieben war, beträgt der finanzielle Gewinn fast 100 000 Euro. Die Person kehrt ins Arbeitsleben zurück.

Eva Ålund aus Sundsvall hat als Beispiel für die gelungene Rehabilitierung an der Studie teilgenommen. Für sie begann nach der Behandlung ein neues Leben: „Es gab Tage an denen ich nur im Bett liegen konnte. Ich konnte kaum gehen oder Treppen steigen. Den Kopf konnte ich nicht drehen, und die Arme nicht heben, beim Wäsche aufhängen und so. Heute lebe ich wieder voll und ganz! Ich arbeite, gehe spazieren, tanze und tue alles, was ich damals nicht mehr konnte.“

Lange Wartezeiten
Leider nur kann die Behandlung in Schweden oft nicht so früh einsetzen wie es wünschenswert ist. Schon auf die Diagnose müssen manche monatelang warten. Und Wartezeiten von bis zu einen Jahr für die Reha-Behandlung seien an der Tagesordnung, bedauert Forschungsleiterin Irene Jensen vom Karolinska Institutet. Wenn überhaupt therapiert werde. Es sei äusserst wichtig, dass die medizinische Betreuung von Belastungsschäden schnellstens verändert werde, fordert die Professorin.

Sybille Neveling

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