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Grosse Enttäuschung nach dem 0:0

Publicerat måndag 12 juni 2006 kl 13.29

Die Enttäuschung war riesengross bei Schwedens Fullballfans nach dem mageren 0:0 gegen Trinidad und Tobago am Samstag. Enige Zeitungen schrieben gleich von einem Fiasko. Dabei hatte die schwedisch Elf recht gut gespielt und eben nur versäumt, das Runde ins Eckige zu bringen. Doch die Erwartungen waren eben viel höher und jetzt droht sogar Streit im Spielerlager.

Alles deutete darauf hin, dass es ein herrlicher Fussballabend in Dortmund werden sollte. 40.000 schwedische Fans waren vor Ort. Das Wetter war sommerlich, die Stimmung gut. Die Fans in Siegerlaune. Die Erwartungen waren riesengross. Eigentlich ging es nur noch darum, in welcher Höhe der Sieg gegen Trinidad und Tobago ausfallen sollte.

Doch die Schweden kamen über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Der Gegner war kein grosser gewesen und darüber hinaus auch seit Beginn der zweiten Halbzeit wegen einer Hinausstellung mit einem Mann weniger auf dem Platz. Doch die Stars Zlatan, Larsson und Ljungberg kamen einfach nicht zum Erfolg. Mittelfeldspieler Nicklas Alexandersson wusste im Nachhinein auch nicht so recht, woran es lag: „Das ist schon eine grosse Entäuschung. Wir hatten ja genug Chancen, das Spiel zu gewinnen. Aber wir waren wohl zu verkrampft. Wenn wir ein Tor gemacht hätten, wäre es ziemlich einfach gewesen mehrere zu machen, Aber der Gegner hat eben geschickt verteidigt.“

Zeitungen sprechen von ”Fiasko”

Die Kritik zu Hause in Schweden war danach riesengross. Einige Boulevardblätter schreiben sogar von einem Fiasko. Dabei handelte es sich lediglich um das erste Gruppenspiel. Daran wollte auch Nationaltrainer Lars Lagerbäck erinnern: „Klar sind wir sehr enttäuscht. Aber wir haben eigentlich gut gespielt. Wir haben die Offensive des Gegners kontrolliert. Wir haben uns sehr gute Torchancen selbst herausgearbeitet. Aber wir haben uns beim Toreschiessen nicht sehr geschickt angestellt und so hat der Torwart gut gehalten.“

Doch gerade auf Lagerbäck prasselte die Kritik ein. Er habe die Mannschaft viel zu defensiv aufgestellt, so der Tenor. Dabei ist Lagerbäck auch einem alten Trainerfuchs auf den Leim gegangen. Der Niederländer Leo Beenhakker hat Trinidad und Tobago zur WM geführt und beim ersten Spiel des Turniers seine taktische Finesse bewiesen. Nach der Hinausstellung seines Spielers brachte Beenhakker nicht etwa einen Verteidiger, sondern einen Stürmer. Ein Schachzug der sich auszahlen sollte, wie Beenhakker nach dem Spiel zufrieden feststellte: „Sie haben es doch selbst gesehen. Das war schon lustig. Sie haben mit fünf Verteidigern gegen unsere zwei Stürmer gespielt. Das genau war mein Plan. Schön, dass es geklappt hat.“

Blamage für die Stars

Das 0:0 wird als Blamage gewertet – vor allem für die grossen Stars Zlatan Ibrahimovic von Juventus Turin, Fredrik Ljungberg von Arsenal London und Henrik Larsson von CF Barcelona. Larsson weist jedoch jede Kritik von sich: „Ich versteh das nicht. Klar hätten wir gerne ein Tor gemacht. Wir haben das Spiel 90 Minuten lang dominiert. Klar sind auch wir enttäuscht. Aber man muss doch auch sehen, wie wir gespielt haben und wieviel Torchancen wir uns erarbeitet haben. Der Torwart war recht gut. Wir sind natürlich nicht zufrieden, dass wir kein Tor gemacht haben, aber das können wir jetzt auch nicht ändern.“

Schon wird von internen Querelen aus dem schwedischen Lager berichtet. Zwischen Ljungberg und Kapitän Olof Mellberg soll es zu einem Konflikt gekommen sein. Dabei muss sich die Mannschaft jetzt den wichtigen Aufgaben stellen. Die nächsten Spiele gegen Paraguay und England werden entscheiden, ob Schweden das Achtelfinale erreicht. Die nächsten Gegner sind von einem anderen Kaliber, aber werden nicht so defensiv spielen wie Trinidad und Tobago. Und so gibt es auch einige Zuversichtliche. Schliesslich war der diesjährige schlappe Start bei weitem kein Einzelfall - seit 1958 hat Schweden kein Auftaktspiel bei der WM gewonnen. So auch nicht 1994, und da hatte es am Ende immerhin einen hervorragenden dritten Platz gegeben.

Dieter Weiand

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