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Ljungberg erlöst Schweden

Publicerat fredag 16 juni 2006 kl 11.37

Das lange Warten hatte am Donnerstag abend ein Ende. Schwedens Freddie Ljungberg köpft zum 1:0 gegen Paraguay ein. Eine Erlösung nach dem 0:0 im Auftaktspiel gegen Trinidad und Tobago. Der Tag danach kennt in Schweden nur ein Thema – das Glücksgefühl bei der WM gute Chancen auf das Achtelfinale zu haben.

Wenn man als Radiokommentator 178 Minuten auf ein Tor seiner Mannschaft warten muss, dann brechen eben alle Dämme. Nein Schweden ist noch nicht Weltmeister geworden. Aber ein 1:0-Sieg gegen Paraguay ist ein gutes Stück des Weges. Die Mannschaft von Trainer Lars Lagerbäck hatte sich zuvor torlos gegen Trinidad und Tobago abgequält und lange – lange sah es so aus, dass trotz drückender Überlegenheit auch gegen Paraguay kein zählbarer Erfolg herausspringen sollte.

Doch dann kam die vorletzte Spielminute und Freddie Ljungberg. Der Mann von Arsenal – nicht gerade als Kopfballgigant bekannt – köpft auf Flanke des eingewechselten Allbäck ein. Ein denkwürdiges Tor, räumt auch Ljungberg ironisch ein: „Ja eines meiner berühmten Kopfballtore. Nein – Ich lief nur in den Ball hinein. Aber bis dahin war es schon ein schweres Stück Arbeit. Wir hatten viele Chancen und Paraguay vertedigte gut. Das war eine Erleichterung und ich hoffe der Knoten ist jetzt geplatzt. Zuvor hatten wir viele Chencen vergeben. Und das Publikum war einfach fantastisch. So viele und so laut – wirklich gut.”

Berlin in schwedischer Hand

In der Tat war Berlin in schwedischer Hand. Die blau-gelben Fans überglücklich, nicht ohne Schadenfreude und Deutsch haben sie auch schon gelernt, zumindest ein wenig.

Paraguay also geschlagen und natürlich meldete sich auch die Politik zu Wort. Ministerpräsident Göran Persson musst beim EU-Gipfel in Brüssel schwitzen. Das 1:0 seiner Mannschaft liess er sich jedoch nicht entgehen :„Ja – 1:0. Das hätte ich gerne den anderen Polit-Onkels noch erzählt. Ein wohlverdienter und lang erwarteter Sieg. Fussball ist manchmal so: nicht sehr groszügig mit Toren aber eben kämpferisch.“

Nach dem Sieg ist Schweden so gut wie im Achtelfinale. Im abschliessenden Spitzenspiel am Dienstag gegen England mit seinem schwedischen Trainer Sven Göran Eriksson genügt ein Unentschieden. Ein Achtelfinale gegen Deutschland ist also im Bereich des Möglichen. Doch die Fans träumen beriets vom Endspiel und vom Titel. Die Erwartungen sind nach dem 1:0 ins Unermessliche gestiegen. Ob der Torjubel des Radioreporters dann noch zu toppen ist, bleibt fraglich.

Dieter Weiand

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