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Trotz vieler offener Stellen kaum Rückgang der Arbeitslosigkeit

Publicerat måndag 19 juni 2006 kl 12.22

Die Arbeitslosigkeit ist ein zentrales Thema im Wahlkampfjahr 2006. Zwar steht Schweden im Vergleich zu anderen europäischen Ländern mit einer Arbeitslosenquote von fünf Prozent relativ gut da, doch zufrieden will man damit nicht geben. Bisher ging es der Wirtschaft sehr gut, aber es sind keine neuen Arbeitsplätze entstanden. Jetzt meldet die zentrale Arbeitmarktbehörde AMS soviele offene Stellen, wie schon lange nicht mehr. Gleichzeitig nimmt die Arbeitslosigkeit nicht in dem Masse ab, wie man es hätte erwarten können.

Seit Jahresbeginn konnten die Arbeitsämter 300.000 offene Stellen melden. Soviele wie seit 1990 nicht mehr. Auch damals brummte die schwedische Konjunktur, um später in eine schwere Krise zu stürzen. Doch jetzt sind die Aussichten ziemlich rosig. Die Unternehmen sehen optimistisch in die Zukunft und wollen auch Leute einstellen, wie der Leiter der zentralen Arbeitsmarktbehörde Bo Bylund, bestätigt: „Wir verzeichnen einen starken Zuwachs in allen Branchen. Von Maschinenbauern und Experten für industrielle Prozesse, in der Baubranche, Handwerker, in der Restaurantbranche sowie im Einzelhandel und bei Speditionen.“

Vor allem in den Regionen Stockholm und Jönköping hat die Nachfrage nach Personal stark zugenommen. Doch gleichzeitig liegt die Arbeitslosenquote mit 5,5 Prozent nahezu unverändert. Nur wenige Arbeitslose haben also von den vielen offenen Stellen profitiert. Bylund kann das erklären: „Es gibt viele Personen, die noch ein zusätzliches Semester studiert haben und jetzt Arbeit suchen. Wir sehen, dass ein Grossteil der Jobs an Leute geht, die noch gar nicht in der Statistik der Artbeitsämter aufgetaucht sondern ganz neu auf dem Arbeitsmarkt sind.“

Besserung im Herbst

Junge, ehrgeizige und arbeitswillge Arbeitnehmer finden eben häufiger einen Job als langzeitarbeitslose Mitfünfziger. Doch Bylund ist sich sicher, dass der positive Trend der offenen Stellen sich im Herbst auch auf dem Arbeitsmarkt auswirken werde. Dann sind die Abgänger von Hochschulen und Gymnasien untergebracht, aber der Bedarf an Arbeitskräften werde weiter hoch sein, so der Leiter Arbeitsmarktbehörde. Bylund rechnet daher mit einer deutlichen Verbesserung der Arbeitslosenquote gegen Ende diesen Jahres.

Dieter Weiand

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