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Den Bären auf der Spur

Publicerat onsdag 21 juni 2006 kl 15.14
Bärenspuren im Schnee

Der späte Frühling in diesem Jahr hat auch die Bären verspätet aus dem Winterschlaf aufwachen lassen. Nach neuesten Berechnungen gibt es in Schweden etwa doppelt so viele Bären als bisher angenommen: nämlich gut 2 000.

Im Mai sind sie aus ihren Verstecken herausgekommen, und werden verfolgt. Von den Mitarbeitern des Skandinavischen Bärenprojekts. In Dalarna testen die Raubtierforscher in diesem Jahr neue Sender, mit denen sie dem Tun der Bären in allen Einzelheiten zu folgen.  

Ein Team des Skandinavischen Bärenprojektes hat mit einem Helikopter ein paar Kilometer nördlich von Orsa in Dalarna eine Bärin mit zwei Jungen im dichten Nadelwald aufgestöbert. Kurz darauf liegen die drei Braunbären betäubt am Waldboden und die Forscher klappen zwischen Kiefern und Tannen ihre Kisten und Taschen mit medizinischen Geräten auf. Bärin und Junge werden vermessen und registriert.

Neue Ortungsgeräte
87 Kilogramm. Die Mitarbeiter des skandinavischen Bärenprojekts legen zuerst die 13-jährige Bärin auf eine grosse tragbare Waage. Die Grösse der Köpfe der beiden Jungen wird mit einer Messleere ermittelt. Bei dieser Gelegenheit bekommt die Bärin auch eines der neuen High-tech-Halsbänder umgehängt. Sven Brunberg erläutert die Vorteile dieser Technik: „Diese neuen GPS-Halsbänder eröffnen uns neue Möglichkeiten. Wir erfahren genau, was die Bären machen. Auch nachts, wenn wir sie nicht sehen können oder selbst schlafen. Dann sind die Bären ja aktiv, suchen in Mülleimern herum usw.”

Das Projekt ist 20 Jahre alt, und im Laufe der Zeit haben die Wissenschaftler rund 500 Braunbären mit Beobachtungen und Messungen per Radiosender begleitet. Die moderneren GPS-Halsbändern geben mehrere Male pro Minute exakte Informationen über den Aufenthaltsort des jeweiligen Bären. Die Forscher erkennen sofort, ob das Tier sich gerade bewegt oder ruht.

Raubtier
Aber Bären sind Raubtiere unter Umständen können sie gefährlich werden. Gerade in Dalarna und anderen ländlichen Gebieten wächst der Widerstand gegen Raubtiere. Jäger und deren Hunde werden gelegentlich von erbosten Bären angegriffen. Auch wenn diese Fälle äusserst selten sind, fürchten sich viele Menschen, die naturnah wohnen, wenn sie sich im Freien bewegen. Auch Schafbesitzer machen sich Sorgen um ihre Herden.

„Viele haben ja vor Bären Angst. Wir wollen mit grösserer Sicherheit sagen können, wie Bären reagieren, wenn sie auf Menschen treffen.”

Verhalten wird erforscht
Deshalb wollen die Wissenschafter vom Skandinavischen Bärenprojekt in diesem Jahr genauer beobachten, wie Bären sich bei Begegnungen mit Menschen verhalten. Zum Beispiel werden sie sich wie Beerensammler in die Nähe der Tiere begeben. Die ausgeklügelte Technik in den neuen Halsbändern zeigt dann unmittelbar an, ob der entsprechende Braunbär näher kommt, sich zurückzieht oder gar einen Angriff vorbereitet.

Aber Sven Brunberg ist zuversichtlich: „Man braucht sich keine grossen Sorgen zu machen. Bären sind friedliche Tiere. Blaubeersammler haben sie soweit ich weiss schon seit Jahrzehnten mehr nicht angegriffen.” 

Inzwischen nimmt Tierärztin Åsa Fahlman den Bären Blut ab, misst die Herztätigkeit und kontrolliert das Gebiss. Fünf Milliliter Betäubungsmittel hat sie der erwachsenen Bärin zu Anfang gespritzt. Die Wirkung lässt bald nach, sagt sie.  „Die Jungen haben einen höheren Grundumsatz und wachen bald auf. Jetzt ist’s Zeit zu gehen.”

Alle Messungen sind gemacht und registriert. Das Team besteigt wieder seinen Hubschrauber und fliegt weiter zum nächsten Bären.

Sybille Neveling

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