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Wahlkampf mit Sprachförderung

Publicerat torsdag 22 juni 2006 kl 14.36

Die schwedischen Christdemokraten begeben sich in den Kampf um Wählerstimmen in den Vororten der Grossstädte. Sie legen ein gesondertes Programm für die Ballungsräume vor. Darin propagieren sie eine Garantie der Schwedischkenntnisse im Schulunterricht.

Göran Hägglund ist Parteivorsitzender  der Christdemokraten: „Kein Schüler soll von der Schule abgehen ohne Schwedisch gut zu beherrschen. Das ist schliesslich die Voraussetzung dafür, dass man gut durchs Leben kommt. Wir wollen eine solche Garantie einführen, weil man sonst in der schwedischen Gesellschaft nicht zurecht kommt.“

Sprachförderung in der Vorschule
Wie diese Garantie genau aussehen soll, darüber schweigt der Vorsitzende der Christdemokraten sich vorläufig aus. Für die Werbekampagne bei potentiellen Grossstadtwählern ist sie jedoch offensichtlich ein Angelpunkt. In der kommenden Woche legt die Führung dieser kleinsten bürgerlichen Partei ihren Entwurf auf ihrem Konvent in Göteborg vor.

Ausserdem will die Partei, dass auch bei Vorschulkindern mehr Wert auf die Entwicklung der schwedischen Sprache gelegt wird. Bei Kindern aus Einwandererfamilien vermutet man besonderen Bedarf, sie sollen rechtzeitig Förderunterricht erhalten. Auf den Hinweis von Experten, dass die Immigrantenkinder, die die Schule mit unzureichenden Schwedischkenntnissen verlassen, meist erst mit 12 oder 14 Jahren nach Schweden gekommen sind, haben die Christdemokraten noch nicht reagiert.

Hochschulen in die Vororte
Um mehr Einwanderer der zweiten Generation an die Hochschulen zu locken, schlagen die Christdemokraten vor, dass Teile der Universitätsausbildung in soziale Brennpunkte verlegt werden.

Diese ansonsten baulich oft ziemlich abgewirtschaften und vernachlässigten Trabantenstädte sollen nach den Vorstellungen der Partei sollen die Bewohner ihre Wohnungen kaufen.

Die Christdemokraten gelten in Schweden nicht gerade als eine Partei der Vorstädte. In mehreren Distrikten macht sich landesweit auch ein Widerstand gegen den neuen Schwerpunkt in der Wahlkampagne bemerkbar. Dennoch glaubt ihr Vorsitzender Göran Hägglund an ein grosses Potenzial von Parteisympatisanten gerade in den Aussenbezirken der Städte: „Sehr viele Menschen verstehen die einseitige Politik mit kommunalen Kindergärten nicht. Sie wundern sich, dass es keine Alternativen in der Kinderbetreuung gibt und Eltern nicht mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen“, versichert der Vorsitzende der wertekonservativen Partei. In vielen Ländern habe die Familie eine wesentlich stärkere Stellung als in Schweden, fügt er hinzu.

Sybille Neveling

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