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Verhaltener Optimismus vor WM-Spiel

Publicerat torsdag 22 juni 2006 kl 16.52

Die Spannung vor dem WM-Achtelfinale Deutschland-Schweden steigt. Traditionsgemäss liefern sich die einschlägigen Zeitungen auf beiden Seiten ein Vorab-Mediengefecht. Doch in Schweden sind auch leisere Töne zu hören.

„Achtung Deutschland!”, „Jetzt kommen die Könige aus dem Norden!” und „Wir vermiesen Euch das Fest!” - mit Schlagzeilen wie diesen stimmt sich schon mal die Krawallpresse auf das Achtelfinale am Samstag ein. Schweden gegen Deutschland heisst die Partie. Underdog gegen Gastgeber, David gegen Goliath. Jeder aber auch noch so pathetische Vergleich ist der Boulevardpresse recht. Warum auch nicht - schliesslich musste man sich ja von der Bildzeitung als „ungestümer Elch” bezeichnen lassen.

Volk verhalten optimistisch

Die Schweden geben sich so betont locker und siegesgewiss, dass es fast schon auffällt. Die Mannschaft und die meisten Medien jedenfalls. Wenngleich: Am Donnerstag liess die grösste Tageszeitung des Landes - „Dagens Nyheter” - darüber abstimmen, ob Schweden Deutschland schlagen wird. Vorläufiges Ergebnis: 40 Prozent sagen ja, 46 Prozent nein. Die Mehrheit im Volke scheint also nicht an den Sieg zu glauben.

Das wiederum nehmen die Feuilletonisten dankbar auf und sehen Schweden in der Märtyrerrolle - wenn auch im übertragenen Sinne. So schrieb die Kolumnistin Barbro Hedwall in derselben Zeitung: „Wenn Deutschland gegen Schweden gewinnt, trägt Schweden dadurch zur wirtschaftlichen Stabilität in Europa bei.”

Gut für Europa

Wem dieser Schluss zu weit hergeholt erscheint, dem erklärt Hedwall genauer: Ein deutscher Sieg führt zu deutschem Selbstvertrauen. Deutsches Selbstvertrauen führt zu Mut zu Reformen. Reformen hat die deutsche Wirtschaft dringend nötig. Und wenn die grösste Volkswirtschaft rund läuft, geht’s auch dem Rest des Kontinents gut. Verstanden?

Schweden stellt sich also - in grösstmöglicher Demut - auf die statistisch nahe liegende Niederlage ein. Und wenn’s anders kommt, hat man erst recht was zu feiern. Und das an Mittsommer. Na dann, viel Glück, Europa!

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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