Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Nach dem Fussball-Debakel: Bilanz und Suche nach Schuldigen

Publicerat måndag 26 juni 2006 kl 17.35

Für die Schweden sind die Tage um Mittsommer die schönsten des Jahres. Die Feststimmung wird auch durch Regenschauer nicht wesentlich getrübt, man tanzt trotzdem fröhlich um den Maibaum. Diesmal aber wurde der Mittsommertag regelrecht verhagelt – mit dem Ausscheiden beim Achtelfinalle der Weltmeisterschaft brach für das fussball-begeisterte Land die Katastrophe herein. Klaus Heilbronner berichtet:

Es ist bald 50 Jahre her, seit Schwedens Fussballer Deutschland zuletzt besiegt haben. Nun endlich sollte dem Drei-zu-Eins beim WM-Halbfinale in Göteborg von 1958 ein neuer Triumph folgen, aber der Münchener Blitzsieg der Klinsmann-Elf liess den Traum jäh platzen.  Vor dem Schicksalsmatch hatten die Experten noch optimistische Prognosen geliefert, und eine Stockholmer Zeitung erschien mit der Riesenschlagzeile „Achtung, Tyskland!“   Immerhin hatten die schwedischen Kicker auch ohne ihren Star Zlatan Ibrahimovic gegen England ein Unentschieden erreicht. Um so grösser dann der Schock über das frühe Aus schon in den ersten Minuten. Hier noch einmal die dramatischen Sekunden, als Henke Larsson den Elfmeter zum möglichen Eins-zu-Zwei-Anschluss vergab, aus der Sicht des schwedischen Reporters:

„Larsson schiesst über das Tor und verschiesst damit Schwedens Möglichkeiten zum Weiterkommen.“

Inzwischen hat, wie immer in solchen Fällen, die Suche nach den Schuldigen begonnen. Der Haupttäter war dann auch schnell gefunden: Teamchef Lars Lagerbäck. Er bringt genau die Eigenschaften mit, die die Schweden gern für sich in Anspruch nehmen: Lagerbäck ist ruhig, bescheiden, bleibt auch in Krisensituationen gelassen und wurde bisher für seine Verdienste um den schwedischen Fussball hoch gelobt. Nun aber wirft ihm die Nation vor, er habe falsch taktiert, habe das Können seiner Spieler nicht richtig genutzt, habe also versagt und müsse zurücktreten. Der Teamchef selbst sieht das anders. Er verwies darauf, dass sein Vertrag bis 2008 läuft und er zur Zeit keinen Anlass für einen Rücktritt sieht:

„Für mich ist es das Wichtigste, dass die Mehrheit der Spieler an das glaubt, womit wir arbeiten. Sollte sich aber zeigen, dass eine grosse Mehrheit meint, dass ich die Nationalmannschaft nicht führen soll, dann würde ich mir überlegen, wer Recht hat – sie oder ich.“

Die Spieler haben sich mit einem Urteil über ihren Teamchef bisher zurückgehalten, was ja auch verständlich ist. Es klingt zwar unwahrscheinlich, aber es gibt tatsächlich jemanden in Schweden, der über das Aus bei der WM froh ist, und zwar die Verlobte eines Stockholmer Fussball-Reporters. Der wollte nämlich bei einem schwedischen Sieg seinen ersten Sohn Lars Lagerbäck nennen.   

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".