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Ein Drittel der sozialdemokratischen Wähler für neuen Vorsitzenden

Publicerat torsdag 29 juni 2006 kl 15.45

Wer regiert nach den Wahlen im September in Schweden? Für die Anhänger der schwedischen Sozialdemokraten ist die Antwort eindeutig: Göran Persson. Doch eine Umfrage des Meinungsinstituts Sifo hat jetzt auch eine gewisse Skepsis seiner Anhänger am Führungsverhalten des Parteivorsitzenden zu Tage gefördert.

Sollte Göran Persson in der nächsten Legislaturperiode als Vorsitzender der Sozialdemokraten weitermachen? Auf diese Frage antworteten knapp zwei Drittel seiner Anhänger in einer repräsentativen Sifo-Meinungsumfrage mit ja. Ein Drittel jedoch sprach sich dagegen aus. Ein deutliches Zeichen, meint Sören Holmberg, Professor für Politikwissenschaft an der Göteborger Universität.

”Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: ein Drittel ist eine ganze Menge. Aber man muss auch zu bedenken geben, dass Persson das Thema bereits selbst angeschnitten hat. Dass er sich vorstellen kann, in der nächsten Legislaturperiode oder in naher Zukunft das Amt niederzulegen. Und schafft eine Unsicherheit, wie sich Persson selbst seine politische Zukunft vorstellt.“

Zehn Jahre ist Göran Persson mittlerweile an der Macht, nicht nur als Vorsitzender der Sozialdemokraten, sondern auch als Ministerpräsident. Doch in den letzten Monaten machte er mehr Schlagzeilen mit dem Ausbau seines Millionen-Anwesens auf dem Lande als mit seiner Politik. Zudem wurde das Land von einem umfassenden Skandal beim staatlichen Alkoholmonopolisten Systembolaget erschüttert, dem seine Frau Anitra Steen vorsteht. Und auch bei der Aufarbeitung der Tsunami-Katastrophe musste Persson massive Fehler beim Vorgehen der staatlichen Instanzen eingestehen. Dass sich manche seiner Anhänger daher sein Abtreten wünschen, hält Parteimitglied und Politikwissenschaftler Stigbjörn Ljungberg für nicht verwunderlich:

„Auf der einen Seite gibt es die Kritiker, die es am liebsten sehen würden, wenn er abtreten würde. Auf der anderen Seite gibt es jene, die sich einfach eine neue Leitung wünschen. Nicht, weil sie Perssons müde sind, sondern um frischen Wind in die sozialdemokratische Politik zu bringen. Darüber wurde schon vor der Euro-Abstimmung vor drei Jahren gesprochen. Es war geplant, dass Anna Lindh das Steuer übernehmen soll – aber so kam es dann ja nicht.“

Und das ist vielleicht auch ein Grund, warum sich Persson mit dem Abdanken so schwer tut. Nach Anna Lindh war Margot Wallström im Gespräch, die jeodoch lieber als EU-Kommissarin und erste stellvertretenden Vorsitzende der EU-Kommission tätig bleiben will. Kronprinz ist derzeit Finanzminister Per Nuder. Doch wann er zum Zuge kommt, ist unklar. Sowohl mit 55 aufzuhören wie auch zur übernächsten Wahl antreten zu wollen – alle diese Äusserungen haben wir von Göran Persson schon gehört.

Agnes Bührig

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