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Mona Sahlin:

Strom muss billiger werden

Publicerat fredag 30 juni 2006 kl 16.01
Mona Sahlin

Knapp 90 Prozent des schwedischen Strommarktes werden von den Energieriesen Eon, Vattenfall und Fortum beherrscht. Eine Entwicklung, die die zuständige Ministerin, Mona Sahlin beunruhigt, führt die Konzentration auf dem Energiemarkt doch zu steigenden Preisen für die Verbraucher. Heute stellt die Sozialdemokratin Vorschläge vor, die die Entwicklung stoppen sollen.

„Två hål i väggen“ - „Zwei Löcher in der Wand“ – das war vor Jahren der griffige Werbeslogan des schwedischen Stromerzeugers Vattenfall. In Deutschland mag das an das absichtlich naive „Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“ erinnern. Hier wie dort müsste es inzwischen zeitgemäss heissen: „Bei uns kommt die Pleite aus der Steckdose“.  Die sprunghaft gestiegenen Strompreise belasten immer stärker die Privathaushalte und den Staatsetat.  Dabei ist die Teuerung nur teilweise auf die krisenhafte Lage in der ölreichen arabischen Welt zurückzuführen. Als eine der Hauptursachen hat die Regierung in Stockholm die fortschreitende Unternehmens-Konzentration ausgemacht.

Seit der Öffnung des schwedischen Energiemarktes vor zehn Jahren ist die Zahl der Strom-Anbieter immer mehr zurückgegangen. Heute sind Vattenfall, Fortum und Eon, das frühere Sydkraft, marktbeherrschend.   

Strukturministerin Mona Sahlin will die Entwicklung nun einbremsen. Firmenzusammenschlüsse mit Monopolcharakter sollen verhindert werden. Geplant ist auch eine schärfere Kontrolle der absprache-verdächtigen Preisgestaltung. Ausserdem will die Ministerin eine Änderung der Strom-Lieferverträge für die Verbraucher erreichen. Bei den häufig geschlossenen Verträgen mit offener Laufzeit haben die Konsumenten keine Möglichkeit, die Preise mitzubestimmen. Und diese Preise sind nach einhelliger Meinung der Verbraucher und der Regierung viel zu hoch.

Auf das Problem angesprochen meint Lars Frithiof von der Eon:

„Um den Strompreis zu senken, muss man das Angebot vergrössern, wir müssen also dafür sorgen, die Kapazitäten auszubauen, und es ist sehr wichtig, dass wir unsere Kernkraft-Kapazitäten vergrössern. Wir müssen mehr produzieren, für die Industrie und für die Privatkunden.“

Die Forderung nach mehr Atomstrom passt nicht ganz ins Bild, wenn man bedenkt, dass Schweden gerade dabei ist, sich von der Kernkraft abzuwenden. So wurde vor einem Jahr der letzte Reaktor des Kraftwerks Barsebäck stillgelegt.

Es sieht nicht danach aus, dass die grossen Stromerzeuger in ihrem Preisgebaren zum Einlenken bereit sind. Und der Appell, man möge doch bitte die Kirche im Dorf lassen, dürfte zumindest bei Vattenfall kein Gehör finden: Denn als das Unternehmen 1997 begann, die noch ungenutzten Braunkohlevorräte der Lausitz auszubeuten, wurde das darüber liegende Dorf Horno kurzerhand abgerissen – samt Kirche.

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