Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Politshow in Almedalen

Publicerat måndag 3 juli 2006 kl 13.34

Traditionsgemäss versammeln sich Anfang Juli Schwedens Spitzenpolitiker auf der Ostseeinsel Gotland zur Politikerwoche ”Almedalen”. Auf Hunderten von Seminaren werden aktuelle nationale und internationale Probleme diskutiert. Vor allem aber nutzen die Spitzenkandidaten der Parteien „Almedalen”, um sich selbst und ihre Positionen medienwirksam zu präsentieren.

Den Anfang machte Sonntagabend der seit nunmehr zehn Jahren amtierende Regierungschef, der Sozialdemokrat Göran Persson. Mit seiner Rede am Rande der historischen Stadtmauer der gotländischen Hauptstadt Visby hat Ministerpräsident Göran Persson offiziell den Kampf um die Wählerstimmen aufgenommen.

Vor Hunderten von Zuhörern zog Persson zunächst eine positive Bilanz seiner bisherigen Regierungsarbeit. Schweden sei zweifelsohne auf dem richtigen Weg, meinte Persson. „Wir befinden uns in der angenehmen Lage, dass die Wirtschaft floriert. Es gibt mehr Jobs, es wird mehr investiert. Gleichzeitig bringen wir den Staatshaushalt in Ordnung. Schweden geht es gut. Und immer mehr Menschen in unserem Land geht es gut.”

Mit harscher Kritik überzog Persson die bürgerliche Opposition. Ihr Konzept, den Wohlfahrtstaat auszuhebeln, komme einem Angriff auf die Grundfesten der schwedischen Gesellschaft gleich und werde dementsprechend vom Wähler bestraft, prophezeite Persson. Der Sozialdemokrat machte zugleich deutlich, dass es der bürgerlichen Opposition an einem einheitlichen Regierungskonzept mangele. Von einer Allianz könne keine Rede sein, wenngleich sich die vier bürgerlichen Parteien diesen Namen für eine gemeinsame Wahlliste gegeben hätten.

Frührente ohne Einbussen
Neben dieser rhetorischen Spitzfindigkeit bot der Regierungschef allerdings inhaltlich wenig Neues. Die Möglichkeit zur Frühpensionierung solle weiterhin ohne erhebliche finanzielle Einbussen möglich sein. Gleichzeitig sollten mehr junge Menschen für die Altenbetreuung rekrutiert werden, versprach Persson. Als oberstes Ziel nannte der Ministerpräsident den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. „Die wichtigste Frage für uns Sozialdemokraten die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Bis zum Herbst werden wir unser Teilziel erreichen, die Arbeitslosigkeit unter vier Prozent zu drücken. Doch unsere Vision ist und bleibt die Vollbeschäftigung.“

Dafür erntete Persson tobenden Applaus - vor allem von den angereisten sozialdemokratischen Regionalverbänden. Nun sind in den kommenden Tagen Perssons Mitstreiter und Konkurrenten am Zug. Ob sie das anwesende Volk angesichts dieser als schicksalhaft bezeichneten Wahl mehr mitreissen können, bleibt abzuwarten. Der politische Dauerläufer Persson jedenfalls hat seine erste Etappe des Wahlkampfes routiniert absolviert.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".