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Aus Mangel an Ärzten

Publicerat måndag 10 juli 2006 kl 16.20

Jedes Jahr im Sommer steht Schweden vor demselben Problem: Viele öffentliche Einrichtungen wie Polizeiämter und städtische Behörden haben im Sommer geschlossen. Das Land scheint kollektiv Urlaub zu machen. Besonders in der Krankenpflege, wo Geld- und Personalmangel ohnehin schon Schwierigkeiten bereiten, spitzt sich die angespannte Lage im Sommer zu. Die Folge: Noch längere Wartezeiten und keine Behandlungsgarantie. Diese Situation schadet den Patienten immer häufiger.

Mit Lähmungserscheinungen und Sprachaussetzern hatte man Erik Malmström vergangene Woche in die Notaufnahme des Karolinska Universitätskrankenhaus in Stockholm eingeliefert. Gerade noch rechtzeitig, bevor ein Blutpfropf in seinem Gehirn reellen Schaden anrichte konnte. Professor Nils Wahlgren hatte den Schlaganfallpatienten untersucht und sofort für die Operation vorbereitet. „Der Blutpfropf sollte entfernt werden, um die Blutzirkulation im Gehirn wieder in Gang zu bringen. Das hätte gereicht, um seine Beschwerden zu lindern.“

Doch zu dem Routineeingriff ist es nie gekommen. Denn im Krankenhaus fehlten die personellen Kapazitäten, um Erik Malmström nach der Operation auf der Intensivstation weiterzubehandeln.

Unerwartete Nachrichten
Seine Frau Ebba traf die Nachricht unerwartet: „Für viele unwichtige Dinge gibt man Geld aus und an den wirklich wichtigen Dingen wird gespart. Und mein Mann ist nun ein Pflegefall und damit auch eine Belastung für die gesamte Gesellschaft.“

Denn die Pflegekosten für einen Schlaganfallpatienten sind immens. Mit einer Operation hätte man nicht nur Erik Malmström und seiner Frau geholfen, sondern auch viel Geld sparen können, meint Walgren.

Dauerproblem Ärztemangel
Jeden Sommer sehen sich die Krankenhäuser vor dem gleichen Problem: „Wir haben grundsätzliche Schwierigkeiten damit, die Krankenpflege während der Urlaubszeiten im Sommer aufrecht zu erhalten. Und es ist sehr schwierig, dieses immer wiederkehrende Problem zum Vorteil aller zu lösen“, sagt Eva Nilsson Bågenholm, Vorsitzende des Ärzteverbandes. Schliesslich habe auch das Krankenhauspersonal in den Sommermonaten ein Recht darauf, sich von den Strapazen ihres Jobs zu erholen. Aus Sicht des Personals, ein einleuchtendes Argument, jedoch zum Nachteil der Patienten.

Das wenige Personal, das in den Sommermonaten den Krankenhausbetrieb am Laufen halten soll, ist schlichtweg überfordert. Denn in dieser Zeit machen sich auch viele Fachärzte auf den Weg in den Süden und schliessen ihre Praxen. Die Folge: Die Notaufnahmen quellen über und das Personal ist einfach überfordert.

Im Karolinska Krankenhaus hat man aus dem Fall Malmström gelernt. „Im nächsten Jahr packen wir uns selbst am Kragen und machen eine besser Planung“, verspricht Chefarzt Dr. Svante Baerhentz. Dem Ehepaar Malmström jedoch, hilft die späte Einsicht der Verantwortlichen nicht.

Birgit Ulrich

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