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Ein Mittel gegen Konjunkturschwäche

Publicerat tisdag 11 juli 2006 kl 16.26

Die schwedische Wirtschaft soll mit Hilfe der Biotechnik-Industrie florieren. Das hat sich die Regierung ganz oben auf die politische Agenda gesetzt. In enger Zusammenarbeit mit Vertretern aus Industrie und Forschung haben die Politiker nun eine Wachstumsstrategie entwickelt. Kurz: Eine Millioneninvestition soll die Pharmaindustrie für den internationalen Wettbewerb fit machen.

Wirtschaftsminister Thomas Östros will Privatunternehmen stärker mit der Forschung und dem öffentlichen Sektor verknüpfen. Umgerechnet 137 Millionen Euro plant die Regierung dazu in den zukunftsträchtigen Industriezweig zu investieren. Eine Summe, die sich deren Vertreter auf der Zunge zergehen lassen. Als Gegenleistung sollen die Unternehmen ihrerseits den gleichen Betrag zur Verfügung stellen.


Kein schlechter Deal findet Richard Bergström, Vorsitzender des Dachverbandes der Arzneimittelindustrie: „Ich bin mit Thomas Östros einer Meinung, dass mit dem angestrebten Modell der so genannten Public Private Partnerships, also der Zusammenarbeit von Unternehmen und Regierung, ein ganz moderner Weg in der Wirtschaftspolitik eingeschlagen wurde. Damit ist sichergestellt, dass sich alle Parteien über den Verhandlungsgegenstand einig sind. Warum sollte man auch sonst Geld für irgend etwas locker machen.“

Investition in den Wissensvorsprung
Insgesamt zwei Drittel der veranschlagten Summe sollen in den weiteren Ausbau des wissenschaftlichen Vorsprungs investiert werden: 66, 5 Millionen Euro sind für ein Projekt zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit der Universitäten eingeplant. Weitere 23 Millionen soll dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu Gute kommen. Auf diese Weise erhoffen sich alle Parteien, im internationalen Wettbewerb besser mitmischen zu können.

Derzeit sind nach Angaben des Schwedischen Instituts über sechzig Prozent der schwedischen Unternehmen an internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Darüber hinaus hält Schweden momentan über die Hälfte aller biotechnologischen Patente und zeichnet für jede zweite Erfindung auf diesem Gebiet verantwortlich.

Globalisierung als Chance
Dennoch warnen Experten immer wieder vor den unberechenbaren Kräften der Globalisierung. Einem kleinen Land wie Schweden könnte angesichts der wachsenden Konkurrenz aus Asien im Forschungswettlauf die Puste ausgehen.

Wirtschaftsminister Östros hingegen hat sich eine Taktik zurecht gelegt, wie er Nutzen aus der Situation ziehen könnte: „Ich stehe der Globalisierung sehr positiv gegenüber und glaube, dass sie gerade im Bereich der Forschung eine Bereicherung für Schweden ist. Wir pflegen enge Kontakte mit den schnell wachsenden Forschungsnationen wie etwa Indien, das sich zu einem der grössten Akteure im Bereich der Bio-und Arzneimitteltechnologie entwickeln wird. Aber Schweden hat nichts zu befürchten. Schliesslich hat unsere Forschung einen guten Ruf und so müssen wir mehr auf die Zusammenarbeit mit den Konkurrenznationen setzen. Das ist gut für Schweden.“

Der Weg ist also von der Regierung vorgegeben, und die Akteure habe sich bereit erklärt, diese Route zu beschreiten. Am Ende steht die Kommerziallisierung des Wissens und damit die Sicherung einer der wichtigsten Ressourcen des Landes.
Birgit Ulrich

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