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Borkenkäfer bedroht sturmgeschädigtes Südschweden

Publicerat onsdag 12 juli 2006 kl 16.35
Die Schäden von 2005

Der Name Gudrun löst bei vielen Forstwirten in Südschweden immer noch ein Unbehagen aus. So hiess das Sturmtief, das Anfang 2005 über Nacht die Erträge jahrzehntelanger Arbeit vernichtete. Jetzt führt das trockene Wetter dazu, dass sich der Borkenkäfer ausbreitet, der sich gern über jene toten Bäume hermacht, die ungeordnet im Wald herumliegen. Dagegen will die Forstverwaltung jetzt vorgehen.

80 Millionen Kubikmeter Nutzholz lagen Anfang vergangenen Jahres am Boden und mit ihnen viele Holzbetriebe in Südschweden. Inzwischen sind die meisten geknickten und entwurzelten Bäume von damals weg geräumt. Doch in den Gebieten von etwa 2.000 Waldbesitzer in Südschweden liegt noch Holz, das nach dem historischen Orkan Anfang 2005 nicht aus dem Wald entfernt wurde. Die Forstwirte dieser Flächen laufen jetzt Gefahr, Strafe zu zahlen, wenn sie nicht bis Mitte Juli alles Holz aus ihren Wäldern entfernt haben, erklärt Morgan Johansson von der Forstverwaltung:

”Wenn das Holz in den betroffenen Regionen in Südschweden bis zum nächsten Sommer liegen bleibt - ein, zwei oder drei Millionen Kubikmeter frisches insektengefährdetes Fichtenholz - dann besteht die Gefahr, dass darüber hinaus fünf bis sechs Millionen Kubikmeter Wald geschädigt werden. Die Probleme durch Borkenkäfer, die es beim grossen Sturm in Värmland 1969 gab, waren vielleicht halb so gross wie das, was wir jetzt hier befürchten. Damals ging es um drei Millionen Kubikmeter.“

Hintergrund ist der Lebenszyklus des Borkenkäfers. Mitte Juli schlüpft eine neue Generation und macht sich auf der Suche nach Futter auch über lebende Bäume her. Da der Käfer nach dem Sturm durch die vielen toten Bäume gute Lebensbedingungen hatte, fürchtet die Forstverwaltung nun mit einer massiven Verbreitung des Käfers, bringt Biologin Nina Syde die Lage auf den Punkt:

„Um einen gesunden Baum mit normalen Abwehrkärften zu töten, müssen es viele Käfer sein. Wenn es nur ein paar sind, kann sich der Baum wehren. Aber weil es derzeit so viele Bäume gibt, die vom Sturm gefällt wurden, sind die lebenden Bäume in grösserer Gefahr als normal.“

Der Borkenkäfer ist ein Bestandteil des Ökosystems Wald. Wenn er in Massen auftritt, verringert er jedoch die Erträge der Forstwirtschaft. Abhilfe schaffen dann nur noch die Entrindung der Bäume oder im schlimmsten Fall das Ausrotten des Käfers durch Brandrodung. Damit es nicht so weit kommt, macht die schwedische Forstverwaltung jetzt Druck: Wer seinen Wald nicht von durch den Sturm gefällten Bäumen befreit, muss pro Kubikmeter mit einer Strafe von bis zu 22 Euro pro Kubikmeter rechnen.

Agnes Bührig

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