Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Ryanair zieht sich zurück

Publicerat onsdag 12 juli 2006 kl 16.28
Ryanair verlässt Västerås

Ursprünglich hatte die Billigflugunternehmen Ryanair vor, ab dem Winter mehr Flüge nach Schweden anzubieten. Doch die von der Regierung geplante  Besteuerung von Flügen hat die Unternehmensleitung umgestimmt. Sie gehen jetzt zum Gegenangriff über und kündigte an, den Flugverkehr zwischen Grossbritannien und Schweden stark zu reduzieren. Den Flughafen in Västerås wolle die Fluggesellschaft ganz aus dem Programm nehmen, sagte Michael Cawley, stellvertretender Geschäftsführer bei einer Pressekonferenz in Stockholm.

Am 26. Oktober wird in Västerås zum letzten Mal eine Maschine der Billigfluggesellschaft Ryanair starten. Nach Meinung von Michael Cawley, stellvertretender Geschäftsführer von Ryanair, ist die Aufrechterhaltung der Reiseroute Västerås-London ab dann nämlich zu teuer.

„Die von der schwedischen Regierung angekündigte Umweltsteuer wird unsere Ausgaben um 30 Prozent steigern. Aber das können wir uns nicht leisten. Und unsere Kunden werden das nicht bezahlen wollen. Seit 18 Monaten versuchen wir, das der Regierung klar zu machen. Denn wir müssen jetzt für den Winter planen. Und deshalb haben wir uns entschieden, den Flugverkehr zu reduzieren.“

350 Arbeitsplätze in Gefahr

Auch in Göteborg und Malmö sollen ab Herbst weniger Flugzeuge mit dem Ryanair-Logo zwischen Schweden und Grossbritannien verkehren. Also ganz entgegen der eigentlich geplanten Expansion. Anstelle neue Arbeitsplätze zu schaffen, müssen voraussichtlich 350 Mitarbeiter ihre Sachen packen. Dennoch will die Regierung weiter an dem Beschluss festhalten. Wirtschaftsminister Pär Nuder:

„Wir denken nicht daran, den Reichstagsbeschluss zu ändern, nur weil wir damit die Investitionspläne eines Unternehmens durchkreuzen. Ich denke, das Unternehmen möchte sich damit nur aus der Verantwortung ziehen. Schliesslich ist es nicht das erste Mal, dass sie jemand anderem die Schuld zuweisen.“

”Die Steuer ist kontraproduktiv”

Während die Flugzplatzleitung nun Händeringend nach einem Ersatz für das irische Unternehmen sucht, nutzt die Opposition die Gelegenheit, einen neuen Angriff auf die Regierung zu starten. Klassenfeindlich und nicht umweltfreundlich sei der Beschluss, meint Christdemokrat Mats Odell:

„Es ist genauso, wie ich es die ganze Zeit gesagt habe: Diese Steuer ist völlig kontraproduktiv. Schliesslich belastet es wieder die Bevölkerungsschicht mit den niedrigsten Einkommen. Sie müssen zu Hause sitzen und die Führungselite interessiert sich nicht im Geringsten dafür.“

1000 Touristen oder zwei Arbeitsplätze

Doch auch seitens der Wirtschaft regen sich kritische Stimmen. Das staatliche Institut für Wirtschaftsentwicklung NUTEK befürchtet, dass teurere Flugtickets einen Rückgang des Tourismus nach sich ziehen könnten. Und das wäre wiederum schlecht für die schwedische Konjunktur. Denn deren Berechnungen zufolge entstehen pro 1000 Touristen, die das Land besuchen zwei neue Arbeitsplätze.

Wirtschaftminister Pär Nuder lässt sich von diesen Zahlen jedoch nicht beeindrucken: ”Wir sprechen von zehn Euro pro Flugticket. Reisende, die nach Schweden kommen, sind bereit diesen Aufpreis zu Gunsten der Natur zu leisten. Es wäre besser, wenn sich die Flugunternehmen endlich für den Umweltschutz einsetzen würden, anstelle so weiterzumachen wie bisher.”

Weniger Kohlendioxid durch Flugsteuer

Mit der Einführung der Flugsteuer erhoffte sich die Regierung den Flugverkehr und damit den Ausstoss von Kohlendioxid zu reduzieren. Ihrer Meinung zufolge haben Flugzeuge pro zurückgelegtem Kilometer einen deutlich höheren Einfluss auf das Klima als alle anderen Transportmittel.

Damit hat sich die Regierung anscheinend selbst ein Bein gestellt. Denn eine Untersuchung des staatlichen Kommunikationsinstituts SIKTA lieferte ein ganz anderes Ergebnis: Demnach produziert der gesamte Luftverkehr teilweise sogar weniger Kohlendioxid als die Autos, die sich auf der Strasse fortbewegen. 
Birgit Ulrich

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".