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Bomben auf Beirut: Schweden kritisiert Israel

Publicerat torsdag 13 juli 2006 kl 15.18
Rauchwolken steigen auf über Beiruts Flughafen

Die Situation im Nahen Osten spitzt sich immer weiter zu. Nach der Entführung zweier israelischer Soldaten durch die Hisbolla-Miliz hat Israel eine militärische Offensive gegen das benachbarte Libanon gestartet. Am Donnerstagmorgen bombardierten israelische Truppen den Fluhafen in Beirut. Auch die schwedische Regierung ist bestürzt über die Entwicklungen im Nahen Osten und bezieht Stellung zu den Vorfällen.

Der schwere Konflikt zwischen Israel und Libanon ist mit dem israelischen Bombenangriff auf Beirut weiter eskaliert. Die internationale Gemeinschaft reagiert erschüttert. Eine weitere Ausbreitung der Krise im Nahen Osten könnte nicht nur für die Region allein verheerende Auswirkungen haben. Nicht zuletzt beunruhigt die Tatsache, dass Israel über Atomwaffen verfügt.

Während die USA Syrien und Iran für die Eskalation im Nahen Osten verantwortlich machten, gab Deutschland der libanesischen Regierung die Schuld für die Angriffe. Beirut sehe tatenlos zu, wie sich die Hisbollah an der Grenze zu Israel mit tausenden Raketen postiere und auch dazu übergehe, israelische Soldaten zu entführen, betonte Botschafter Shimon Stein.

Schweden bezieht Stellung

Auch der schwedische Aussenminister Jan Eliasson hat nun Stellung zu den Vorfällen bezogen. Dabei verurteilte er insbesondere das Handeln Israels. Die Bombardements, so Eliasson, seien nicht mit dem Völkerrecht vereinbar:

„Ich frage mich, ob das wirklich die richtige Methode ist, um die Gefangenen freizubekommen. Natürlich hat Israel ein Recht auf Selbstverteidigung, nach der Geiselnahme und den Raketenangriffe über die Grenzen hinweg. Doch es geht darum, das Völkerrecht einzuhalten und die israelisch Reaktion steht in keinem Verhältnis zu den vorangegangenen Attacken.”

Ein Appell an die UN

Darüber hinaus appellierte der schwedische Aussenminister an die Verantwortung der Vereinten Nationen, sich des Konflikts anzunehmen und den UN-Sicherheitsrat einzuberufen - auch wenn er über die Durchschlagskraft einer entsprechende Resolution keine Ilusionen hegt:

„Es ist schwierig, überzeugende Formulierung zu finden, welche die einzelnen Mitglieder im Sicherheitsrat gleichermassen unterstützen. Doch die Entwicklung kraftvoller Worte ist das Mindeste, was wir tun können, um eine Eskalation der bewaffneten Auseinandersetzung abzuwenden.”

Bereits am Dienstag hatte der Aussenminister an die Hizbollah-Miliz appelliert, die israelischen Geiseln freizulassen, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Auch Finnland, das derzeit den EU-Ratsvorsitz besetzt, hatte sich zu den Unruhen geäussert und an die libenesische Regierung appeliert. Das Land solle seine Souveränität im ganzen Land wieder herstellen, also auch in den von der Hizbollah verwalteten Gebieten.
Birgit Ulrich

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