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Bombenangriff im Libanon beunruhigt Schweden

Publicerat fredag 14 juli 2006 kl 15.33
Rauchwolken über Beirut

Nach den Bombardemangs im Nahen Osten fürchten nicht nur viele Schweden mit libanesischem Hintergrund um das Leben ihrer Angehörigen. Schätzungsweise 2000 schwedische Mitbürger befinden sich derzeit im krisengeschüttelten Landstrich - die meisten davon sind Touristen, die nun versuchen zurück nach Schweden zu kommen. Doch die Ausreise gestaltet sich als problematisch.

Der Flughafen in Beirut ist zerstört. Die einzige Möglichkeit die Krisenregion zu verlassen, besteht über den Flughafen der syrischen Hauptstadt Damaskus. Doch der Weg dorthin ist gefährlich. Denn dis Stasse nach Damaskus führt direkt durch die von den israelischen Truppen unter Beschuss geratenen Hizbollah-Gebiete.  Ein zu grosses Risiko, fanden die Militärs, die die Region nun für Durchreisende gesperrt haben. Bisher haben es gerade einmal zwei schwedische Mitbürger geschafft, die Region zu verlassen. Ein Zustand, der in Schweden in der Nacht zum Freitag für Beunruhigung sorgte. Der in Stockholm lebende Nouh Ammouri ist Libanese und bangt um seine Familienangehörigen:

„Wir sind schon die ganze Zeit besorgt. Einen Krieg ohne Sorgen gibt es eben nicht. Wir machen uns Sorgen um unsere Eltern und unsere Verwandten, Sorgen, um das was bisher passiert ist und das was noch kommen könnte.“

Ratlosigkeit bei den Behörden

Doch nicht nur in Schweden verursacht die Situation Ratlosigkeit, auch in den übrigen Ländern suchen die Experten fieberhaft nach einer Strategie die Menschen aus dem Libanon nach Hause zu holen. Unterdessen bemüht sich die schwedische Regierung um eine rasche Lösung. Doch in vielen Fällen haben die Menschen vor Ort Schwierigkeiten, Kontakt mit der schwedischen Auslandsvertretung aufzunehmen. So auch Maha Abou-Reslan, die gerade mit ihren drei Kindern Urlaub im Libanon macht:

„Heute habe ich es noch nicht versucht, aber gestern konnte ich niemanden erreichen, weder im Konsulat in Beirut noch in der Botschaft in Damaskus.“

Mehr Personal vor Ort

Eine Situation, der das Aussenministerium nun mit der Aufstockung des Personals vor Ort entgegengehen möchte. Dies teilten Vertreter der behörden bei einer Pressekonferenz am Freitag in Stockholm mit.

Auch in Schweden werde Personal aus dem Urlaub zurückgerufen, um die Anfragenflut von Betroffenen zu bewältigen und die Öffentlichkeit zu informieren, sagt Carl-Henrik Ehrenkrona Leiter der Rechtsabteilung des Aussenministeriums:

”Wir tragen die Verantwortung”

„Wir haben tragen die Verantwortung für die Schweden dort und der werden wir im Rahmen unserer Mittel und Möglichkeiten nachkommen. Die meisten Menschen wollen jetzt das Land verlassen. Und weil die Grenzen im Moment abgeriegelt sind, ist das mit grossen Problemen und Schwierigkeiten verbunden. Und auch, wenn wir evakuieren wollen, setzt das die Zustimmung von Israel voraus, damit zum Beispiel die Boote durchkommen, die sie blockieren.“

Zum Redaktionsschluss berieten die Länder der EU noch über eine eventuelle Evakuierung von sich im Libanon befindenden Europäern. Über die neuesten Entwicklungen vor Ort und zu den geplanten Aktionen seitens der schwedischen Regierung informiert das Aussenministerium auf seiner Homepage. Darüber hinaus plant das Ministerium im Falle einer Evakuierung die betroffenen Schweden im Libanon per SMS zu informieren.
Birgit Ulrich

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