Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Evakuierung von Beirut

Publicerat måndag 17 juli 2006 kl 18.15
Zurück aus dem Libanon

Mehrere Tausend schwedische Staatsbürger befinden sich noch im Libanon.

Drei Schiffe mit Platz für 2 600 Passagiere sind auf dem Weg nach Beirut um sie abzuholen. Morgen oder am Mittwoch – sobald die Verhandlungen mit Israel und der Hizbollah abgeschlosssen sind – werden die Schweden auf dem Wasserweg nach Europa gebracht. Die ersten 300 Schweden aus dem Libanon sind heute auf dem Flughafen von Stockholm gelandet. Sie waren auf eigene Initiative nach Syrien gefahren. Migrationsministerin Barbro Holmberg hatte sie dort in Empfang genommen. Sie hoft, dass zum Ende der Woche alle Schweden, die wollen, den Libanon verlassen haben.

„Die Menschen, die ich getroffen habe, waren natürlich sehr erleichtert“, sagt Migrationsministerin Holmberg. „Aber sie waren auch unerhört müde, aufgewühlt von allem was sie durchgemacht haben.“ 

Hunderte von Schweden sind mit gemieteten Bussen aus Beirut im Libanon nach Aleppo in Syrien gefahren worden. Sie sollen sich dort etwas ausruhen, bevor sie den Flug nach Schweden antreten.

Die betroffenen Schweden im Libanon über die Evakuierung zu informieren ist schwierig. Bereits in der vorigen Woche ist das Aussenministerium in Stockholm kritisiert worden, weil es nicht genug Personal und Telefonleitungen hatte, um alle Anrufe entgegenzunehmen. Mehrere andere Länder haben schneller mit dem Transport ihrer Staatsangehörigen in sichere Gebiete begonnen als Schweden.

Schiffe auf dem Weg
Aber Carl-Magnus Hyltenius vom Aussenministerium betont, dass Schweden bisher am meisten Menschen ausgeflogen hat. „Bisher ist ja alles recht gut gelaufen. Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, gestern ungefähr 750 Menschen aus dem Libanon zu fahren. Einige haben schon die Weiterreise nach Schweden angetreten. Wir hoffen, dass wir morgen noch mal so viele Menschen auf dem Landweg nach Syrien transportieren können. Zusätzlich können wir morgen vermutlich auch Menschen per Schiff nach Zypern bringen. Aber das kommt ganz darauf an, wie es mit Bombenangriffen auf den Hafen von Beirut ausschaut. Die könnten unsere Operation natürlich komplizierter machen.“

Die Evakuierung von Beirut ist nicht nur für Schweden, Deutsche und andere Ausländer aktuell. Auch viele Libanesen möchten ihr Land verlassen. Auf eine libanesische Flüchtlingswelle ist Schweden zur Zeit allerdings noch nicht vorbereitet, sagt Migrationsministerin Barbro Holmberg: „Schweden verfolgt die aktuelle Entwicklung Tag für Tag äusserst genau. Die Lage dort ist ernst und sie kann sich blitzartig verändern. Wir wissen ja nicht was noch passiert.  Die Staaten der EU haben sich ja darauf geeinigt gemeinsam vorzugehen, wenn eine Welle von Flüchtlingen aus dem Libanon unsere Hilfe benötigt. Aber noch ist es ja nicht soweit.“

Sybille Neveling

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".