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Im- und Export mit Libanon liegen lahm

Publicerat onsdag 19 juli 2006 kl 16.59

Bis vor einer Woche war Beirut noch eine aufstrebende Metropole. Internationale Investoren siedelten ihre Unternehmen dort an. Sie bauten Strassen und neue Wohnhäuser für die Mitarbeiter. Auch schwedische Unternehmen hatten das Potential des Libanon entdeckt und den Im- und Export angekurbelt. Doch dann kamen die israelischen Bomben…

„Ich glaube, im Moment herrscht bei manchen Unternehmen ein bisschen Panik. Jetzt denkt man nicht so sehr an’s Geschäft sondern daran, die Mitarbeiter zurückzuholen und die Situation zu beurteilen“, meint Carin Johansson vom Schwedische Rat für Aussenwirtschaft. „Exportiert wird von dort natürlich nichts mehr. Ohne Transportmöglichkeiten kann man ja nicht liefern.“ Johansson hält für ihre Organisation Kontakt mit Firmen, die im Nahen Osten tätig sind.

Und vorläufig so meint sie, geben die Unternehmer sich gelassen. Sie befürchten keine unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Entwicklung der Nahostkrise.

Aus dem Libanon importiert Schweden hauptsächlich Lebensmittel, berichtet Carin Johansson. Schweden seinerseits exportiert dorthin unter anderem Machinenteile, und Technik.

Telekom-Ausrüster Ericsson ist der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen. Der Konzern ist seit 1947 im Libanon und beschäftigt dort rund 60 Mitarbeiter – sowohl Schweden als auch Libanesen. Pressesprecherin Jana Mancova berichtet, dass die Niederlassung bereits Ende der letzten Woche geschlossen worden ist und viele Mitarbeiter zu Hause bleiben. „Jetzt wird nur noch das Notwendigste gemacht um die Mobilsysteme in Betrieb zu halten“, sagt sie.

ABB, ein Lieferant für Energie- und Automations­technik hat in Schweden traditionell einen starken Namen. Bei seinen Nahostgeschäften arbeitet das Unternehmen nicht mit festem Personal. Die Niederlassungen sind weder im Libanon noch in Israel ständig besetzt. Bei Bedarf schicke das Unternehmen jemanden dorthin, erklärt die ABB-Sprecherin für Schweden, Christina Gunnarsson: „Manchmal fährt jemand aus Ludvika oder Västerås für ein bestimmtes Projekt runter. Aber Zurzeit haben wir niemanden dort.“

Der Chefökonom der Unternehmensorganisation Svenskt Näringsliv, Stefan Fölster, sieht den grössten Einfluss der Libanonkrise auf die schwedische Wirtschaft vorerst im Ölpreis.

„Die Unruhe über den Libanonkonflikt lässt den Ölpreis steigen. Sie kann auch dazu führen, dass die Zinsen steigen und die Aktienkurse international sinken. Längerfristig sehe ich kaum Effekte, aber kurzfristig können die Nachfrage und die Investitionen etwas gedämpft werden.“

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