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Empfang schwedischer Libanon-Flüchtlinge

Publicerat torsdag 20 juli 2006 kl 14.11

Schweden hat fast alle erreichbaren Staatsangehörigen aus dem Libanon in Sicherheit gebracht. Die meisten sind mit Schiffen nach Zypern oder in die Türkei transportiert worden. Von dort werden sie nach Schweden zurückgeflogen. Das schwedische Rote Kreuz, die Sozialbehörden und humanitäre Organisationen nehmen  auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda die Heimkehrenden aus dem Libanon in Empfang.

Erwartungsvolle Stimmung in der Ankunftshalle des Flughafens Arlanda. Allein und in Gruppen stehen abholende Angehörige und Freunde mit Blumensträussen in glänzenden Zellophanverpackungen im Arm, schwenken Pappschilder mit Namen und Willkommensgrüssen.

Sozialarbeiter in leuchtenden Westen versuchen sich einen Überblick zu verschaffen. Kerstin Nilsen arbeitet als Beraterin des Roten Kreuzes der Gemeide Norrtälje bei Stockholm. „Wir begleiten die Ankommenden, die Hilfe brauchen erstmal zu unserer Anlaufstelle hier im Flughafen. Viele haben nicht genug getrunken und sind ausgetrocknet, manche brauchen auch was zu essen.“ Praktische mitmenschliche Hilfe sei der Sinn des Zentrums, dass da kurzfristig aufgestellt worden ist, verdeutlicht Kerstin Nilsen ihre Aufgaben.

Spielecke zur Beruhigung
„Die Kinder werden in unserer Spielecke ein bisschen abgelenkt, bis die Erwachsenen alles andere geregelt haben. Wir helfen denen, die ihre Fahrkarten umbuchen müssen, vermitteln Kontakte zur örtlichen Sozialbehörde und so weiter.“

Endlich gleiten die automatischen Türen zur Ankunftshalle auseinander, Kerstin Nilsen bekommt zu tun. Die ersten Heimkehrer vom Flug aus Larnaca schieben ihre Gepäckwagen durch. Winken, Umarmungen, Freudentränen und vor allem auch Erschöpfung.

Yusef Muktasi kann seine Freude endlich nach Hause zu kommen gar nicht in Worte fassen. „Ich kann’s gar nicht beschreiben“, sagt ein Mal ums andere.

Verwandte im Libanon zurückgeblieben
Auch der kleinen Aja fehlen die Worte. Sie gibt sich schwedisch zurückhaltend. „Im Libanon war’s nicht so gut. Ich hatte furchtbare Angst und als ich abgefahren bin, mussten meine Verwandten da bleiben.“

Schweden ist eines der ersten Länder, die alle Staatsangehörigen in Sicherheit gebracht haben. Eitel Lob ernten die schwedischen Einsätze allerdings nicht, Yusef Muktasi: „Das Personal vom Katastrophenschutz hat wirklich gut gearbeitet. Aber der Einsatz vom Aussenministerium war unter aller Kritik. Als es begann im Libanon brenzlig zu werden, war beim der Botschaft in Damaskus als einziger jemand, der nur Arabisch sprach am Telefon. Die schwedische Botschaft hatte versprochen uns mitzuteilen, sobald die Evakuierung anfängt. Wir haben nie Bescheid gekriegt. Informationen und Unterstützung haben wir von unseren Verwandten hier in Schweden bekommen. Die haben alles herausgekriegt und uns gesagt was wir tun sollten. Wir haben uns an die italienische Botschaft gewandt. Und die haben zurückgerufen und gesagt ‚kommt jetzt, wir evakuieren’.“

Sybille Neveling

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