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Israels Botschafter: "Wir haben das Recht, uns zu verteidigen"

Publicerat torsdag 27 juli 2006 kl 18.08

Ein Ende des kriegerischen Konflikts im Nahen Osten ist bisher nicht abzusehen. Je mehr Menschen vor allem im Libanon im Hagel der Bomben und Granaten sterben, desto mehr wendet sich die öffentliche Meinung in Schweden gegen Israel. Sowohl Politiker als auch grosse Teile der Bevölkerung finden die israelische Reaktion auf Ûberfälle der Hisbollah-Miliz überzogen. In einem Interview des schwedischen Rundfunks hat sich jetzt Israels Botschafter in Stockholm, Eviatar Manor, teilweise unangenehmen Fragen gestellt.

Einzelheiten von Klaus Heilbronner:

Botschafter Manor distanzierte sich zu Beginn des Interviews nochmals von der Darstellung des UN-Generalsekretärs Kofi Annan, der Angriff auf eine Stellung der Vereinten Nationen im Libanon sei mit Absicht erfolgt. Es habe sich um ein bedauerliches Versehen gehandelt, das untersucht werde. Manor bedauerte noch einmal nachdrücklich, dass bei dem Angriff vier UN-Beobachter ums Leben kamen. Auf die Frage, wie er die Haltung Schwedens zum israelischen Einmarsch im Libanon einschätze, antwortete der Botschafter:

„Ich glaube, es gibt Verständnis für die Gründe dafür, warum wir dort sind. Es herrscht Einvernehmen darüber, dass Israel angegriffen wurde. Es gab keine Provokation von unserer Seite. Es war ein klarer Kriegsakt. Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung und macht von dem Recht Gebrauch, seine Bürger gegen die terroristische Provokation zu verteidigen.“  

Der Botschafter ging auch auf die weltweiten Forderungen nach einer sofortigen Einstellung der Kämpfe ein. Eine friedliche Beilegung des Konflikts sei an klare Bedingungen geknüpft:

„Es ist ganz einfach: Erstens die Freilassung unserer entführten Soldaten, zweitens ein Ende der Beschiessung israelischer Gebiete und dann - im Einklang mit den Forderungen der internationalen Gemeinschaft - die volle Verwirklichung der UN-Resolution 1559, also die Entwaffnung der Hisbollah und die Stationierung libanesischer Truppen im Süd-Libanon.“

Botschafter Manor nahm auch zum Vorwurf der überzogenen Reaktion Israels auf vereinzelte Übergriffe der Hisbollah Stellung:

„Unsere Aktionen sollten nicht als Antwort auf einen Zwischenfall beurteilt werden, sondern als Antwort auf eine allgemeine Bedrohung, der sich Israel gegenübersieht. Da gibt es eine Achse des Bösen von Teheran nach Damakus, nach Beirut, nach Gaza. Diese Achse ist dazu da, alle Aussichten auf Frieden zum Scheitern zu bringen. Sie soll den Libanesen, den Israelis und den Palästinensern die Chance nehmen, in Frieden und Sicherheit zu leben. Gegen diese Bedrohung kämpfen wir, und in diesem Kampf nehmen wir unser Recht auf Selbstverteidigung wahr.“

Der israelische Diplomat erinnerte daran, dass die Vereinten Natioen schon zwei Jahre lang den Abzug aller fremden Truppen und Milizen aus dem Libanon verlangen:  

„Ich möchte noch einmal betonen, dass die Entwaffnung der Hisbollah und die Stationierung libanesischer Truppen im Süden den Forderungen der Entschliessung des Weltsicherheitsrates entsprechen. Es geht nicht um die Schaffung einer Sicherheitszone, sondern wirklich um die Stationierung libanesischer Truppen an der Grenze zu Israel, so dass sie die Kontrolle ausüben. Das ist sehr realistisch: Wenn das libanesische Volk es vor einem Jahr mit internationaler Unterstützung geschafft hat, die starke, gut ausgerüstete syrische Armee aus dem Land zu werfen, dann glaube ich, dass es auch mit der Hisbollah fertig werden kann.“  

Dazu müssten wohl erst einmal neue Kräfte gesammelt werden – zur Zeit keine leichte Aufgabe.

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