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Botschafter im Kampf gegen Trafficking

Publicerat tisdag 1 augusti 2006 kl 14.45
Prostituion - Profitables Geschäft für Menschenhändler

Trafficking – das ist das neu-deutsche Wort für den Sklavenhandel unserer Zeit. Gemeint ist damit der Handel mit Menschen, vor allem der mit Frauen und Kindern. Sie werden verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Eine persönliche Katastrofe für die Betroffenen, ein Profit bringendes Geschäft für die Schlepper und Zuhälter. Schweden engagiert sich schon lange im Kampf gegen Trafficking. Doch jetzt will die Regierung ihr Engagement noch verstärken und hat einen speziellen Botschafter für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Menschenhandel ernannt. Karin Häggmark stellt ihn vor: 

Anders Oljelund heisst er, der Mann der ab diesem Monat die Arbeit der schwedischen Regierung in Sachen Trafficking organisieren und koordinieren soll. Oljelund ist Diplomat und seit langem im Dienste des Aussenministeriums. Zuletzt war er als Vermittler der Europäischen Union im Dafurkonflikt im Sudan tätig. Jetzt also tritt er den neu geschaffenen Posten eines Botschafters im Kampf gegen den Menschenhandel an. Sein Aufgabenfeld umreisst er folgendermassen: „Bei meiner Arbeit geht es vor allem darum, alle die verschiedenen Massnahmen zu koordinieren. Trafficking hat ja so viele Ursachen und da müssen wir international zusammenarbeiten - in der EU, in Osteuropa, im Ostseeraum. Das tun wir bereits, aber die Arbeit muss mehr ins Bewusstsein rücken und besser koordiniert werden.“

Einstellung verändern

Als Hauptursachen des Menschenhandels nennt Oljelund zum einen die Geldgier internationaler Verbrecherbanden. Dann Armut, Krisen und Konflikte in den Ländern, aus denen die Opfer kommen. Aber der Schwede betont auch einen weiteren Aspekt: „Menschenhandel zum Zweck der Prostitution gäbe es nicht, wenn es keine Käufer, keine Kunden, kein Interesse gäbe. Deshalb ist es ein wichtiger Teil meiner Arbeit, den Ländern, die sozusagen Empfängerländer sind, klar zu machen: das hier ist kriminell, das ist falsch, das ist ein schändliches Vorgehen.“ Schweden hat ja als einziges Land in Europa den Kauf von sexuellen Diensten kriminalisiert. Sprich: nicht der oder die Prostitutierte macht sich strafbar, sondern der Kunde. Der richtige Weg, meint Orjelund, denn nur so könne das Unrechtsbewusstsein in Sachen Prostitution langsam verändert werden. Verändert werden müsse aber auch die Einstellung vieler Regierungen. Das Thema Menschenhandel werde gerne tot geschwiegen, unter den Teppich gekehrt. „Man kann das Ganze – ohne sonst Parallelen zu ziehen – ein bisschen mit dem Anfang der AIDS-Problematik vergleichen. Regierungen und Länder wollen nicht über das Thema reden, es verschweigen. Darum ist es am Wichtigsten, dass man anfängt, offen zu reden – die Länder miteinander, aber auch innerhalb jedes eigenen Landes.“

Kampf gegen internationales Verbrechen

Reden, Aufklärung und finanzielle Unterstützung – mit diesen Mitteln will der neue Botschafter dem Menschenhandel den Kampf ansagen. Doch ein Problem bleibe bestehen: „In manchen Ländern ist das internationale Verbrechen sehr gut organisiert, wenn es um Menschenhandel geht. Die Händler haben ihre Verbindungen bis zu den höchsten Gesellschaftsschichten und werden gedeckt. Und das ist natürlich eine wichtige und ungemein schwierige Frage: was können wir tun gegen diese Zusammenarbeit von Regimen und Verbrechern?“ 

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