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Herzpatienten auf der Warteliste

Publicerat torsdag 3 augusti 2006 kl 14.41

Bei den Schweden ist es ein Dauerthema – das Gesundheitssystem hierzulande und seine Mängel. Vor allem die langen Wartezeiten sorgen immer wieder für Aufregung: Warten auf einen Termin beim Arzt, Warten auf eine Untersuchung, Warten auf eine Operation. Jetzt schlagen die Herzchirurgen  des Stockholmer Universitätskrankenhauses Alarm. Allein in diesem Jahr sind 11 Patienten gestorben, während sie auf eine Herzoperation warteten.

”Die Lage ist ernst. In Zukunft wird die Warteliste immer länger werden und immer mehr Patienten werden beim Warten auf eine Operation sterben.“ Jan Liska ist Oberarzt an der Herzklinik des Karolinska Sjukhus in Stockholm. 250 Patienten stehen auf der Warteliste für eine Operation. Bis zu sechs Monate müssen sie auf den lebensrettenden Eingriff warten. Für elf von ihnen war diese Wartezeit zu lang. Sie starben. Jan Liska ist besorgt über diese Zahl. Im vergangen Jahr verstarben insgesamt 10 Herzpatienten auf der Warteliste der Klinik. In diesem Jahr sind es elf und das bereits im August. Wir brauchen mehr Geld, mehr Personal und mehr Betten, meint Liska.  Nur so könne die Lage verbessert werden. Bernt Nilsson, Vorsitzender des Vereins der Herz- und Lungenkranken in Schweden, kennt sie aus eigener Erfahrung, die Situation des Wartenmüssens: „Das Warten war furchtbar. Man kann vielleicht noch 30 Meter gehen, dann muss man stehen bleiben, weil man keine Luft mehr bekommt. Und man merkt, dass es mit jedem Tag schlimmer wird. Wenn die Warteschlange dann zu lang ist, dann weiss man: das schafft man nicht mehr.“ Nilsson wurde rechtzeitig operiert. Nicht allen Patienten geht es so. Und doch hätte eigentlich alles besser werden sollen mit der Einführung der staatlichen „vårdgaranti“, der Pflegegarantie. Im November vergangenen Jahres trat sie in ganz Schweden in Kraft und soll unter anderem schnelle Hilfe bei akut lebensbedrohlichen Situationen garantieren. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Bernt Nilsson: „Ja, ich finde es unglaublich, dass man in Schweden beim Warten auf eine Operation sterben kann. Das bedeutet: Bei Herzoperationen – da ist eigentlich nicht die Operation selbst oder die Zeit danach das Gefährliche, sondern das Warten darauf.“ Dass Herzpatienten beim Warten auf ihre Operation sterben – das ist allerdings für Cecilia Sjölin-Sejdegård, Chefin des Karolinska Universitätskrankenhauses, nicht so ungewöhnlich. Leider, so die Krankenhauschefin, ist das immer so. Immerhin haben wir es hier mit schwer kranken Menschen zu tun.

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