Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Terrorgefahr:

Gespannte Ruhe in Schweden

Publicerat torsdag 10 augusti 2006 kl 15.45

In Grossbritannien gilt die höchste Sicherheisstufe, nachdem ein grossangelegter Terroranschlag auf mehrere Passagierflugzeuge vereitelt wurde. Als Reaktion darauf haben auch die Behörden in Schweden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Von einer veränderten Gefahrenlage will man von offizieller Seite aber noch nicht sprechen. Zunächst will man die weiteren Entwicklungen in Grossbritannien abwarten.

Betroffen sind zunächst einmal die Fluggäste. Auf Schwedens grösstem internationalen Flughafen Stockholm-Arlanda warteten seit dem frühen Donnerstagmorgen zahlreiche Passagiere vergebens auf ihren Abflug Richtung London. Bertil Ternert ist Pressechef der skandinavischen Fluglinie SAS:

„Hunderte unserer Fluggäste sind heute von diesen Problemen betroffen. Wir gehen zwar davon aus, dass die Vorsichtsmassnahmen nur einige Stunden dauern werden. Doch bislang herrscht grosse Unsicherheit. Wir werden sehen, ab wann der Flugverkehr wieder planmässig verläuft.“

Keine drastischen Verschärfungen 

Die Hoffnung, der Flugbetrieb könne sich nach ein paar Stunden wieder normalisieren, erfüllte sich jedoch nicht. Die zahlreichen Annulierungen auf dem Londoner Flughafen Heathrow, dem drittgrössten der Welt, wirkten sich auch auf den schwedischen Luftverkehr aus. Gleichzeitig war selbst bei den wenigen noch durchgeführten Flügen mit erheblichen Verspätungen zu rechnen. Denn Grossbritannien hat seine Sicherheitsbestimmungen fürs Handgepäck drastisch verschärft – ein Schritt, der in Schweden zunächst nicht nachvollzogen wurde, wie Eva Axne von der Luftsicherheitsbehörde erklärt:

„Wir verfolgen die Entwicklung sehr genau. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht noch kein Grund, die Sicherheitsmassnahmen auszuweiten, aber das kann sich schnell ändern.“

Verbot von Handgepäck

In einer ersten Reaktion nannte Ministerpräsident Göran Persson das vorläufige Verbot von Handgepäck in Flugzeugen jedoch durchaus denkbar, wenn dadurch Anschläge mit Flüssigsprengstoff – wie offenbar von den Terroristen in Grossbritannien geplant – verhindert werden könnten:

„Es kann schon sein, dass eine solche Regelung eingeführt wird, sollte die Sicherheitslage dies erfordern. Ich weiss nicht, ob wir schon soweit sind. Das müssen die Behörden einschätzen. Sollte unser Land aber bedroht sein, werden wir handeln – hart und direkt.“

”Man kann nichts ausschliessen.” 

Gleichzeitig hielt Persson eine akute Bedrohung für Schweden zwar für abwegig. Die jüngsten Vorfälle zeigten jedoch, wie verwundbar die freie Welt sei. Deswegen dürfe man sich niemals in Sicherheit wiegen, warnte der Ministerpräsident:

„Wir stehen selbstverständlich in direktem Kontakt mit den britischen Behörden. Es sieht nicht so aus, als ob die Vorfälle dort einen Zusammenhang mit Schweden hätten, doch man kann nichts ausschliessen.“

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".