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Das Leid mit der Gesundheit

Publicerat torsdag 10 augusti 2006 kl 17.16
Mangelware Arzt

Krank sein ist nie schön. Besonders unschön ist es aber, wenn man in einem Land wie Schweden lebt, reichlich Steuern an die Krankenkasse zahlt – und dann im Ernstfall doch keinen Zugang zu den Ärzten hat. Das Gesundheitssystem krankt und die bürgerlichen Oppositionsparteien haben die Misere als Wahlkampfthema entdeckt.

Die Probleme sind bekannt: überfüllte Krankenhäuser, überlastete Ärzte, lange Wartezeiten auf eine Operation, lange Wartezeiten auf einen Facharzttermin. Sowohl Patienten als auch Mediziner schlagen schon lange Alarm. Schon lange auch verspricht die Regierung Verbesserungen. So führte sie zum Beispiel Ende vergangenen Jahres die sogenannte Pflegegarantie ein. In der Theorie soll sie Kranken einen Besuch beim Hausarzt innerhalb einer Woche garantieren, einen Besuch beim Facharzt innerhalb von drei Monaten und eine Operationstermin innerhalb von sechs Monaten. Doch das ist Theorie, die Praxis sieht anders aus, die Wartezeiten sind oft länger. Und das vor allem in den – was die medizinische Versorgung anbelangt – schlecht ausgestatteten Regionen Nordschwedens.

Pflegegarantie ausweiten

Die vier bürgerlichen Oppositionsparteien, die sogenannte Allianz für Schweden, will daher die Pflegegarantie ausweiten. Lars Lejonberg, Chef der Liberalen: „Wenn ich einen Kühlschrank von Electrolux kaufe, dann bezahle ich dafür und die Firma garantiert für die Ware. Wenn ich in Värmland wohne, dann zahle ich dort Steuern, damit ich im Krankheitsfall medizinisch versorgt werde. Werde ich das nicht, dann muss der Bezirk Värmland  dafür Sorge tragen, dass ich anderswo die notwendige Behandlung erhalte.“ Mit anderen Worten: die Bürgerlichen wollen die Pflegegarantie über die enge geographische Begrenzung der Verwaltungsbezirke hinaus ausdehnen. Findet der Patient am Wohnort keinen Arzt, so soll er das Recht bekommen, anderswo im Land untersucht und behandelt zu werden. Eine fast freie Arztwahl also.

Wahlfreiheit und Privatisierung 

Wahlfreiheit heisst hier – wie so oft – die Zauberformel der Bürgerlichen, wenn es um die Verbesserung des Gesundheitssystems geht. Privatisierung und das Recht des Patienten, eine Behandlung einzuklagen, sind zwei weitere Schlüsselelemente. Fredrik Reinfeldt, der Vorsitzende der grössten Oppositionspartei, Moderaterna: „Wir wollen, dass die Gesetzgebung dem Patienten mehr Macht gibt. Ausserdem sind wir offen dafür, auch andere Anbieter zuzulassen.“ Auf Regierungsseite hält man wenig von einer weitergehenden Privatisierung des Gesundheitswesens und setzt stattdessen weiter auf die Pflegegarantie. Die habe, so die zuständige Ministerin Ylva Johansson, seit ihrer Einführung im November zu einer Halbierung der Wartezeiten geführt.

Karin Häggmark

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