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Schweden arrangiert Libanon Konferenz

Publicerat måndag 14 augusti 2006 kl 16.17
Die ersten libanesischen Flüchtlinge kehren zurück

Mit der Waffenruhe im Nahen Osten kehrt zaghaft die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden in der Region ein. Doch zunächst steht die Versorgung der Not leidenden Zivilbevölkerung an oberster Stelle. Schweden engagiert sich auf vielfache Weise im Krisengebiet. Hilfsorganisationen versorgen das libanesische Volk vor Ort. Für Ende August lädt die schwedische Regierung zu einer Geberkonferenz nach Stockholm.

Die Mitteilung aus dem Aussenministerium kam am frühen Montagnachmittag: Schweden wird Gastgeber einer ersten Geberkonferenz für den Libanon. Regierungsvertreter sowie Hilfsorganisation aus 60 Ländern werden dann – gemäss der UNO-Resolution 1701 – über Massnahmen für den allmählichen Wiederaufbau des Libanon beraten. Vor mehr als einer Woche hatte Regierungschef Göran Persson für eine solche Konferenz auf schwedischem Boden geworben und war offensichtlich international auf positive Resonanz gestossen. Nun wird die Geberkonferenz am 31. August in Stockholm stattfinden, gut zwei Wochen vor der schwedischen Reichstagswahl.

Zivilbevölkerung vor Katastrophe bewahren 

Damit die Konferenz aber überhaupt zu Stande kommt, muss der Waffenstillstand zwischen der Hisbollah und Israel im Südlibanon halten. In der Zwischenzeit tun unabhängige Hilfsorganisationen ihr Möglichstes, die Bevölkerung vor einer humanitären Katastrophe zu bewahren. Lars Olvén ist zuständig für den Einsatz von Schwedens Technischem Hilfswerk im Libanon:

„Um die 800.000 Menschen in der Gegend benötigen Hilfe. Es wird alles gebraucht von Essen über Wasser, Konserven bis hin zu Aufbaunahrung.“

Schwierige Aufgabe 

Zum Transport müssen nun die Mitarbeiter der Organisation in die ehemalige Kriegszone gebracht werden. Kein leichter Auftrag, erklärt Kjell Larsson von der internationalen Abteilung des Technischen Hilfswerks:

„Wir werden unsere Transporteinheit zunächst weiter nach Süden verlegen. Darüber hinaus werden wir vor allem mit der Räumung von Minen und anderen Tätigkeiten im Auftrag der UNO beschäftigt sein.“

Schwedisches Kontingent fraglich 

Ob es von Seiten Schwedens bei der humanitären Hilfe bleibt, oder ob das Land sich darüber hinaus mit Soldaten an der 15.000 Mann starken UN-Friedenstruppe beteiligen wird, bleibt abzuwarten. Im Hinblick auf den nach wie vor brüchigen Waffenstillstand hat Ministerpräsident Persson sich bislang zurückhaltend geäussert. Ein schwedisches Kontingent sei „unter gewissen Umständen“ denkbar. Was das genau bedeutet, lässt die Regierung Persson einstweilen im Dunkeln.

Gefährliche Lage 

Mit Verweis auf die gefährliche Lage im Südlibanon wird auch Schwedens Rotes Kreuz zunächst kein Personal in die Region entsenden. Stattdessen sammelt die Organisation Geld für den Wiederaufbau, sagt Christer Zettergren vom Roten Kreuz:

„Insgesamt hat das Rote Kreuz 65 Millionen Euro veranschlagt, davon wollen wir 320.000 Euro durch Spenden aufbringen.“

Und das ist nicht allzu viel. Damit der Wiederaufbau Libanons ein Erfolg wird, benötigt die Geberkonferenz am 31. August in Stockholm spendablere Teilnehmer.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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