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Trotz Hochkonjunktur keine neuen Arbeitsplätze

Publicerat tisdag 15 augusti 2006 kl 17.14

Es läuft gut für die schwedische Wirtschaft in diesem Jahr. Das Wachstum ist hoch, der Konsum gross und doch bleibt ein Problem bestehen: die Arbeitslosigkeit. Warum geht die Gleichung nicht mehr auf, wonach Wachstum neue Jobs beschert? Darüber zerbrechen sich hier in Schweden einen Monat vor den Parlamentswahlen nicht nur Politiker den Kopf.

Wirtschaft boomt
Cecilia Hermanssons Aufgabe ist es eigentlich, in die Zukunft zu schauen. Sie ist Prognosechefin bei einer der grössten schwedischen Banken, Föreningssparbanken. Blickt sie ausnahmsweise einmal auf die Gegenwart, so bietet sich ihr ein rosiges Bild:”Wir haben in diesem Jahr eine richtig starke Konjunktur und viele Faktoren tragen zum Wirtschaftswachstum bei: der Export; die Haushalte, die mehr Geld ausgeben; und auch bei den Investitionen sieht es sehr gut aus.“Schweden exportiert Dienstleistungen wie nie zuvor und auch die Schweden selbst haben im Wahljahr 2006 dank erhöhtem Eltern- und Kindergeld oft mehr Kronen in der Haushaltskasse. Eva Östling Ollen, Geschäftsführerin des Interessenverbands privater Arbeitsvermittler, behauptet sogar, dass in so mancher Branche, vor allem im IT-Bereich, Neuanstellungen notwendig sind.

Neue Jobs Mangelware
Doch genau das geschieht nicht. Neues Personal wird nicht eingestellt, weshalb die Zahl der Arbeitslosen nicht sinkt. 370.000 Schweden sind derzeit ohne Jobb oder in  Arbeitsbeschaffungsprogrammen. Die Zentrumspartei, Teil des bürgerlichen Oppositionsblockes, gibt dem starren schwedischen Arbeitsrecht und dem unternehmerfeindlichen Klima im Land die Schuld. Roger Tiefensee, wirtschaftspolitischer Sprecher des Zentrum:„Wir sehen das Ergebnis eines unflexiblen Arbeitsmarkts. Die Wirtschaft blüht, aber sehr viele Menschen haben davon nichts. Die Kleinunternehmer klagen darüber, dass das Gesetz über den Kündigungsschutz und das gesamt Arbeitsrecht so starr sind.“

Sündenbock Kündigungsschutz?
Die Vorsitzende des Gewerkschaftsdachverbandes LO Wanja Lundby-Wedin hält nichts von dieser Argumentation. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die schon etablierten Unternehmen dazu bringen, dass sie Leute einstellen. Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Arbeitsgeberabgaben und die Gesetze zum Kündigungsschutz für die Unternehmer das grösste Problem sind.“Unterstützung bekommt die Gewerkschaftschefin teilweise von ungewohnter Seite, nämlich von der grössten Oppositionspartei, den Konservativen. Anders Borg: „Wichtiger als den Kündigungsschutz zu lockern ist es, dass Arbeit sich wieder lohnt und dass es einfacher wird, Leute einzustellen. Der Kündigungsschutz funktioniert eigentlich recht gut.“ Mit dieser Position nähern sich die Konservativen den Sozialdemokraten an. Von einer konkreten Zusammenarbeit über die ideologischen Blockgrenzen hinaus will man in der derzeitigen heissen Phase des Wahlkampfes jedoch nichts wissen.

Karin Häggmark

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