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Terrorverdacht gegen Schweden aufgehoben

Publicerat torsdag 17 augusti 2006 kl 14.39
Kein Terrorverdächtiger mehr: Ahmed Yusuf

Spätes Ende eines Terrorverdachts: Knapp fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA einen schwedischen Staatsbürger von ihrer Terrorliste gestrichen. Der Mann somalischer Herkunft soll die Terrororganisation Al Kaida finanziell unterstützt haben. Beweise dafür gab es nie.

Der Bescheid aus dem US-Finanzministerium nahm sich nüchtern aus: Ahmed Yusuf, gebürtiger Somalier mit schwedischem Pass, unterliege ab sofort keinen Restriktionen mehr und habe wieder ungehinderten Zugang zu seinen Bankkonten, hiess es. Anwalt Thomas Olsson, der seinen Mandanten Ahmed Yusuf fünf Jahre lang im Kampf gegen die Terrorverdächtigung vertreten hat, weiss nicht, auf welcher Grundlage die US-Behörden diesen Beschluss gefasst haben:

„Nein, wir haben keine Erläuterungen erhalten. Aber das haben wir auch nicht erwartet. Es hat uns auch damals niemand erklärt, wieso er überhaupt auf diese Liste gesetzt wurde. Das Wichtige ist jetzt, dass Ahmed wieder ein normales Leben führen kann.“

Anti-Terror-Fahndung 

Nach den Anschlägen des elften September hatten die USA weltweit nach möglichen Financiers des Terrornetzwerks Al Kaida gefahndet. Dabei stiessen die Behörden auf drei Schweden somalischer Herkunft. Ihr Vergehen: Alle drei hatten Bankkonten bei der somalischen Bank „Al Barakaat“, die mit Al Kaida in Verbindung gebracht wurde. Die USA erklärten die Männer für terrorverdächtig. Gemäss einer UN-Resolution froren die Vereinten Nationen und die Europäischen Union daraufhin die Konten der Männer ein.

Prosteste und Beschwerden zwecklos 

Ein Jahr später hob man die Sanktionen gegen zwei der Verdächtigten wieder auf, Ahmed Yusuf hingegen musste annähernd fünf Jahre warten. Da halfen auch die Proteste nichts, die das schwedische Aussenministerium an die US-Regierung schickte. Ebenso erfolglos blieb Yusuf mit einer Beschwerde vom dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Dennoch zeigt sich Hans Dahlgren, Staatssekretär im Aussenamt, nun zufrieden mit der jetzigen Entscheidung:

„Die USA hätten schneller auf unsere Einwände reagieren können. Nun sind wir froh, dass der Bescheid endlich gekommen ist. Das alles zeigt die Schwachstellen im Sanktionssystem der UNO. Hier bedarf es künftig einer grösseren Rechtssicherheit.“

Fragen bleiben offen 

Es sind also noch manche Fragen offen. So sind einerseits die USA eine Erklärung dafür schuldig geblieben, warum Ahmed Yusuf ins Visier der Anti-Terror-Ermittlungen geriet. Gleichzeitig hat auch der beschuldigte Schwede selbst nur wenig zur Klärung seines Falles beigetragen. Doch von nun an gilt Yusuf als unschuldig.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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